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Duderstadt Premiere am 2. November
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20:54 26.10.2018
Bei der Probe des Stückes „Stirb schneller, Liebling“. Quelle: Richter
Mingerode

Mit „Stirb schneller, Liebling“ bringt die Theatergruppe Mingerode in diesem Herbst bereits ihr 25. Stück auf die Bühne und feiert damit gleichzeitig ihr 25-jähriges Bestehen. Zu sehen sind die Schauspieler ab dem 2. November in der Kriminalkomödie von Hans Schimmel.

Gar nicht so leicht sei der Theatergruppe in diesem Jahr die Wahl des neuen Stückes gefallen, berichtet Julia Otto. Zunächst hätten die Schauspieler fünf oder sechs Stücke gelesen und sich dann schließlich für Schimmels Dreiakter entschieden.

Kriterien, die die Gruppe dabei berücksichtigt, seien unter anderem die Spielerzahl und die Umsetzbarkeit des Bühnenbildes. Auch das Alter der Figuren müsse sich im Ensemble widerspiegeln, sonst sei die Geschichte nicht authentisch, findet Otto. Bei einer Altersspanne von 20 Jahren, dem Alter des jüngsten Mitglieds Lukas Otto, bis 64 Jahren ist die Theatergruppe dabei gut aufgestellt.

Eigene Ideen einfließen lassen

Zum Inhalt: Der erfolgreiche Unternehmer Kurt Kniesebeck und seine Frau Paula sind in ihrer Ehe längst unglücklich. Er interessiert sich nur noch für Fußball und seine Sekretärin Susanne, sie würde am liebsten seine Fabrik verkaufen, um mit dem Geld ein Gestüt zu kaufen. Dass sich ihre Tochter Caroline nur für Männer interessiert, macht die Situation nicht besser. Der Ehekrieg ist vorprogrammiert: Beide beschließen, den anderen loszuwerden.

„Das Stück ist ein einziger Konflikt“, sagt Sebastian Wüstefeld. „Das Ehepaar versucht mit allen Mitteln, den anderen niederzumachen“, ergänzt Otto. Hausmeister, Butler und Dienstmädchen machten das Chaos komplett.

Etwa ein halbes Jahr dauert es von der Auswahl des Stücks bis zur Premiere. Zunächst haben sich die Schauspieler im Pfarrheim getroffen und dort mit verteilten Rollen gelesen. Dabei werde auch „geguckt, ob die Rolle passt, sonst wird noch mal getauscht“, berichtet Wüstefeld. „Sebastian und ich fanden unsere Rollen ein bisschen langweilig“, erzählt Otto. Deshalb hätten beide noch eigene Ideen eingebracht. Außerdem werde „Stirb schneller, Liebling“ auf Mingerode ausgerichtet, beispielsweise der Fluss, der vorkommt, nicht irgendein Fluss, sondern die Hahle sein.

Das Team unterstütze sich gegenseitig

In der Woche vor der Premiere proben die Schauspieler jeden Tag, davor seit August ein- bis zweimal in der Woche. „Wir wollen uns ja nicht blamieren“, sagt Otto und lacht. Doch wenn die Szenen irgendwann so oft gelesen und durchgespielt wurden, „fragt man sich schon: Ist das noch lustig?“. Doch auf das Publikum sei Verlass, auch wenn die Zuschauer immer ganz unterschiedlich reagierten. „Meistens lacht das Publikum an Stellen, über die wir eher hinweggehen“, erzählt Karina Wagner.

Den „richtigen Feinschliff“ erhalte das Stück aber erst, wenn auf der Bühne geprobt wird, berichtet Sandy Goldmann. Für sein Kostüm ist jeder selbst verantwortlich, aber das Team unterstütze sich gegenseitig und trage ebenfalls gemeinsam zum Bühnenbild bei. Auch einen Regisseur gibt es nicht. „Das macht den Spaß aus, wenn wir alle Ideen einbringen“, begründet Otto den Umstand.

An den drei Abenden des Wochenendes 2. bis 4. November, wird die Theatergruppe Mingerode mit „Stirb schneller, Liebling“ auf der Bühne stehen. 180 Plätze stehen pro Vorstellung zur Verfügung, die das Ensemble am liebsten alle besetzt sehen möchte: „Ziel ist, dass wir ausverkauft sind“, sagt Wüstefeld.

Das etwa 120 Minuten dauernde Stück hat zwei Pausen und ist nach Angaben der Theatergruppe für alle Altersgruppen geeignet. Karten kosten 5 Euro und sind in der Bäckerei Sigel-Döring und in der Schlachterei Mingerode sowie nach Verfügbarkeit an der Abendkasse erhältlich.

Von Nora Garben

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