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Duderstadt Theatergruppen in Mingerode und Seulingen präsentieren Dreiakter
Die Region Duderstadt Theatergruppen in Mingerode und Seulingen präsentieren Dreiakter
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18:11 10.03.2013
Lokale Bezüge: Die Theatergruppe Mingerode würzt die Aufführung der Komödie „Dem Himmel sei Dank“ mit Anspielungen auf die Region. Quelle: Kunze
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Eichsfeld

Bernd Gombolds Dreiakter handelt von den Bemühungen eines Pfarrers, Geld für seine renovierungsbedürftige Kirche aufzutreiben. Er lässt sich dazu Ungewöhnliches einfallen und schreckt auch vor nächtlichen Kartenrunden, dem Verkauf von selbstgebranntem Schnaps und der Vermietung von Zimmern im Pfarrhaus nicht zurück.

Torpediert wird das Vorhaben von der zickigen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden. Um ihre Chancen auf Wiederwahl zu erhöhen, will sie ihre Nichte ins Kloster stecken. Die hat aber andere Pläne mit ihrem Geliebten, der im Pfarrhaus zur Untermiete wohnt. Zwischendurch versucht die treue Haushälterin, den Pfarrer auf den richtigen Weg zu bringen, während der gesellige Küster von seiner resoluten Frau auf Trab gebracht wird.

Dann kommt der strenge Domkapitular, um die Vorgänge zu untersuchen.

Er ist schockiert, wie der Pfarrer Geld auftreibt und wer im Pfarrhaus alles ein- und ausgeht. In einer Messe will er die Strafversetzung des Pfarrers ankündigen, wird aber zuvor mit Beerenwein und K.o.-Tropfen außer Gefecht gesetzt.

Als er aufwacht, reden ihm alle ein, dass er sich vor der Gemeinde daneben benommen hat. Der Geistliche fürchtet um seine Karriere und zieht mit dem Versprechen von dannen, dem Bischof nur Lobenswertes zu erzählen und von einer Strafversetzung des Pfarrers abzusehen.

Als dann noch die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elfriede überraschend ankündigt, nicht mehr für den Kirchengemeinderat, sondern für den Stadtrat zu kandidieren, sind des Pfarrers Probleme gelöst.

Lokale Bezüge

Lokale und überregionale Bezüge gaben den Vorführungen eine besondere Würze und erhöhten die Lachfrequenz. So floss bei der Theatergruppe Mingerode die Papstwahl ebenso in den Text ein wie das neue Layout des Eichsfelder Tageblatts oder das modernisierte Hotel Zum Löwen.
Die Handlung spielte auch in Seulingen in der örtlichen Gemeinde. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen waren nicht zufällig, sondern beabsichtigt.

Zum Running Gag wurde die Stimme des Herrn, die sich immer wieder einschaltete und das Geschehen kommentierte. Textsichere Darsteller und fantasievoll gestaltete Bühnenbilder rundeten in beiden Orten das Seh- und Hörerlebnis ab. „Dem Himmel sei Dank“ für diese Vorführung dürften sich viele Zuschauer gedacht haben und spendeten den Bühnenteams lang anhaltenden Applaus.

Von Axel Artmann

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