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Morgens um 10 Bei Regen werden mehr Cheeseburger verspeist
Die Region Duderstadt Themen Morgens um 10 Bei Regen werden mehr Cheeseburger verspeist
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10:21 10.06.2009
Knusprige Hähnchenteile: Bei Frauke Fütterer im „Made for you-Bereich“ wandern sie direkt in die Verpackung.  Quelle: Walliser
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Der Arbeitsalltag in dem Gastronomiebetrieb beginnt bereits mehr als eine Stunde vor Öffnung der Türen um 8 Uhr, wenn ein Schichtführer, ein Küchenmitarbeiter und eine Thekenkraft ihren Dienst antreten. Auf sie warten viele Aufgaben: Dazu gehören unter anderem das Auffüllen der Truhen mit Pattys, also Fleischstücken, das Vorbereiten der Saucenkartuschen, Garniertische sowie Salate, erläutert Drews. Und neben vielen weiteren Arbeiten wird die Lobby auf Vordermann gebracht.

Untergliedert ist die Küche in eine "Grill Direct-Seite" und eine Friteusenseite, im Fachjargon der "Made for you-Bereich", erklärt die Restaurantleiterin. Egal, ob um 10 Uhr morgens oder 22 Uhr abends: Damit die Gäste schnell und mit hoher Produktqualität bedient werden, geben Bildschirme den Takt für die Mitarbeiter vor. Das heißt konkret: Computer errechnen, wieviele Endprodukte ab einer gewissen Umsatzzeit und Gästeanzahl vorrätig sein müssen. Dies basiert auf Erfahrungswerten aus der Vergangenheit. Gibt es größere Ereignisse in Duderstadt, die zu einer höheren Gästefrequenz führen können, erhält der Computer entsprechende Informationen, die dann die Berechnungen dem veränderten Bedarf anpassen.

Im "Made for you-Bereich" wird - von Pommes frites einmal abgesehen - gezielt auf Kundenbestellung produziert, was der Frische zugute kommt, verdeutlicht Drews: "In umsatzschwachen Zeiten sind dementsprechend keine Endprodukte vorrätig."

Viele Faktoren beeinflussen das Kundenverhalten. Dazu gehört auch das Wetter: "Bei Regen werden mehr Cheeseburger verlangt", registriert Drews. Zu den umsatzstärksten Zeiten gehören nach ihren Beobachtungen der Sonntag ab 16 Uhr und generell der Donnerstag, während montags bis mittwochs die Frequenz meist etwas geringer sei.

Unangemeldet besucht zweimal im Monat ein Testkäufer von Mc Donald's das Restaurant, erzählt die Leiterin. Er bewertet die Qualität der Produkte und den Service im Innen- und Außenbereich.

Zwischen 25 und 30 Mitarbeiter im Rotationssystem beschäftigt der Standort in der Brandenburger Straße. "Es ist eine abwechslungsreiche Tätigkeit", sagt Schichtführerin in Ausbildung Barbara Prauze: "Der Umgang mit den Kunden macht viel Spaß. Am liebsten sind mir die Familien."

Mobile Eichsfelder

Die benötigten Nahrungsmittel erhält das von Franchisenehmer Alfons Kasseroler betriebene Restaurant jeweils mittwochs aus einem zentralen Auslieferungslager der Fast Food-Kette in Hamburg. Salat wird dreimal in der Woche angeliefert.

Die Eichsfelder sind gerne mobil. Und so ist es denn auch kein Wunder, dass über 50 Prozent des Umsatzes am Autoschalter gemacht werden. Dies ist ein Spitzenwert im gesamten Bereich von Mc Donald's Nord, betont Drews. Angesichts des hohen Anteils mobiler Kunden wundert es auch nicht, dass ihr Team gerade zu Beginn der Bauarbeiten in der Industriestraße leichte Umsatzrückgänge registrieren musste.

Bereits seit Anfang 2007 ist blauer Dunst aus dem Lokal verbannt. Eine positive Folge des Rauchverbots: "Wir haben mehr Besuch von Familien", so Drews. Und diese Gäste werden nach ihren Worten spätestens bis Ende 2009 eine Veränderung registrieren. "Wir erhalten ein neues Innendesign."

Von Axel Artmann

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