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Duderstadt Tierschutzverein Duderstadt braucht neue Notaufnahme
Die Region Duderstadt Tierschutzverein Duderstadt braucht neue Notaufnahme
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00:23 29.05.2018
Tierheimflohmarkt des Tierschutzvereins Duderstadt am 26.5.2018; Bundesfreiwillige Magdalena Henkel mit Andreas Pabst Quelle: Julian Habermann
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Duderstadt

„Wir haben Spenden von Großhändlern bekommen, das waren Dinge, die wir hier nicht verwenden können“, erklärt der Vorsitzende des Tierschutzvereins Andreas Pabst. Etwa zehn Tische stehen auf der Wiese in der Mitte des Tierheims. Auf ihnen finden die Besucher Spielzeug für ihre Haustiere, Schwimmwesten und viele Leinen für Hunde. Nicht nur für die Tiere, auch für ihre Besitzer gibt es Waren auf ein paar Tischen, die mit Zeltplanen überdacht sind: Bücher, Porzellan und Handtaschen. Ein paar Besucher trödeln zur Musik aus dem Radio über das Gelände. „Die Hundebetten aus Stoff können wir nicht gebrauchen. Wir können die nicht alle waschen, deswegen haben wir Decken“, erklärt Pabst

Renovierungsbedarf für die Quarantänestation

„Wir haben drei eigene Hunde, einige Pensionstiere und etwa 20 oder 30 Katzen“ erläutert Pabst. „Die Tiere haben oft unterschiedliche Krankheiten, wenn sie von uns aufgenommen werden. Zum Beispiel Katzenschnupfen.“ Der sogenannte Katzenschnupfen ist eine Sammelbezeichnung für ansteckende Erkrankungen der Atemwege und der Schleimhäute bei Katzen.

Die Tiere müssten anfangs in der Notaufnahme in Quarantäne gehalten werden, so Pabst, „zumindest so lange, bis der Tierarzt sie untersucht hat“. Die meisten Katzen seien nicht kastriert, und das Tierheim nehme viele der Jungen auf. Die alten Holzhütten seien zum Teil über 30 Jahre alt. „Sie haben kein richtiges Fundament. Viele der Fliesen auf dem Boden der Notaufnahme sind gebrochen. Der Boden unter den Fliesen ist zu weich und mit den Jahren hat das Holz der Hütte Wasser gezogen“, erklärt Pabst. Die Holzhütte, in der sich die Notaufnahme befindet, müsse entkernt werden. „Die Käfige hier sind aus Holz.“ Sie seien schwer zu reinigen. „Da müssen wir dann immer reinkrabbeln“, fügt er hinzu. „Das haben damals schon alles ehrenamtliche Helfer gebaut. Wir machen auch heute alles selbst.“ Wenn das Geld für die Renovierung zusammen kommt, dann könnten die Tierschützer hier große Boxen aus Metall und Plastik reinstellen, die schon vorhanden sind. „Die könnten wir dann leichter steril halten.“ Neue Wände und einen neuen Bodenbelag bräuchte die Aufnahme, und auch um die Elektrik müsse sich jemand kümmern.

Viel ehrenamtliche Arbeit

„Manche Tiere werden nach zwei Tagen abgeholt, andere sitzen hier schon seit zwei Jahren“, sagt Pabst. Im Tierheim helfen zwei Teilzeitkräfte und eine Aushilfskraft auf 450 Euro Basis. Heute stehen sie als Verkäufer hinter den Ständen. „Wir haben eine Auszubildende, sie wird zur Tierpflegerin ausgebildet. Wir arbeiten viel ehrenamtlich.“ Eine Helferin, die ihren Bundesfreiwilligendienst absolviert, backt heute Waffeln. „Meine Eltern haben das Heim mitgegründet. Man hängt ja doch daran“, sagt Pabst und schaut über das Gelände.

Früher hätte der Bundesgrenzschutz bis 1989 die alten Zwinger unter der Wiese für seine Schäferhunde genutzt. Der Verein hat sie restauriert. Nun würden weniger Hunde an der Mühlhäuserstraße untergebracht. „Das liegt an der neuen Pflicht, die Hunde mit Chips zu versehen“, erklärt Pabst. Sie werden schneller gefunden und können besser identifiziert werden. Gerne würde der Tierschutzverein noch weiter renovieren, aber das Geld fehlt. „Ich hoffe, es kommen noch ein paar Leute“, sagt Pabst mit Blick auf den Flohmarkt.

Von Julian Habermann

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