Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Tiftlingerode soll Tulpenort werden
Die Region Duderstadt Tiftlingerode soll Tulpenort werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 09.10.2018
Bei der Verkaufsaktion gibt es viel Auswahl.  Quelle: art
Tiftlingerode

Ziel von Blumenfreunden war am Sonnabend ein großer Verkaufstisch im Gemeindezentrum. Wählen konnten sie zwischen jeweils 1500 aus Holland stammenden Zwiebeln, aus denen Tulpen in den Tiftlingeröder Traditionsfarben Blau und Gelb wachsen, jeweils 500 Stück sollen für andere Farben sorgen.

Erlös für Gemeindezentrum

„Nach zwanzig Minuten sind schon 2000 Zwiebeln verkauft gewesen“, sagte Ortsbürgermeister Gerd Goebel (CDU). Er hatte die Aktion, zu der Ortsrat, Bauausschuss, Kirchengemeinderat und Kolpingsfamilie eingeladen hatten, koordiniert. „Der Erlös kommt der Inneneinrichtung des neuen Gemeindezentrums St. Nikolaus zugute“, erläuterte Goebel. Vorgesehen sind die Sanierung des bestehenden Pfarrheims und ein Anbau.

„Mein Mann musste wegen Bauarbeiten alle Tulpen im Vorgarten rausreißen, jetzt wollen wir einmal komplett neu pflanzen“, erzählte Sophia Schmäring, warum sie zum Verkauf gekommen war. „Es wird spannend, wenn es überall blüht im Ort“, meinte Erwin Freckmann. Die Aktion biete die Möglichkeit, auch Zwiebeln für außergewöhnliche Tulpen Farben erwerben zu können. „Ich arbeite gerne im Garten“, erklärte Ingrid Windel. Sie entschied sich für Zwiebeln, die für Tulpen in rosa Farben sorgen.

Aktion auf Grana Canaria geplant

Die Idee zu der Verkaufs- und Pflanzaktion war auf Gran Canaria entstanden, erzählte Goebel. Dort hatte Goebel den gebürtigen Tiftlingeröder Herbert Werner getroffen, der als Geschäftsführer des Amtsgerichtes Wennigsen tätig war. Am Tisch habe auch dessen holländischer Freund Willem gesessen, mit dem die beiden über die Tulpentradition in dem Nachbarland gesprochen hätten.

Willem habe der Gruppe berichtet, das seine Eltern eine große Tulpenfarm besitzen und er bereit sei, 5000 Tulpen zur Verfügung zu stellen, erläutert Goebel. Werner habe Solidarität mit seiner Heimat unter Beweis stellen wollen und den Kauf übernommen, außerdem zugesagt, dass er sich um den Transport aus Holland kümmere.

Tulpen in blau sind gefragt

Bei einem Gespräch mit dem Bauhof der Stadt Duderstadt soll dessen Leiter Frank Widera große Bedenken geäußert haben, weil es im Bereich Tiftlingerode viele Wühlmäuse gebe, die eine Vorliebe für Tulpenzwiebeln hätten, berichtet der Ortsbürgermeister. Daraufhin seien die Planungen für die Aktion gestoppt worden. Willem habe angeregt, Hyazinthenzwiebeln zu pflanzen, weil diese die Wühlmäuse abschrecken würden. Die Verantwortlichen hätten entschieden, die Tulpenaktion in geplanter Form auszurichten.

„Besonders gefragt sind Zwiebeln für Tulpen in den Tönen blau und weiß mit violetter Flamme, berichtete Werner. Die verbliebenen Zwiebeln sollen zu einem späteren Zeitpunkt in einer gemeinsamen Aktion mit den örtlichen Vereinen an zehn Stellen gepflanzt werden, kündigte Goebel an. Außerdem werde es eine weitere Verkaufsaktion geben.

Von Axel Artmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Duderstadt Herbstleseabend von Creativo - Zeitgeschichten im Rathaus in Duderstadt

Das Thema Zeit hat die Autoren von Creativo in diesem Jahr beschäftigt. Was sie mit der Zeit anstellten, zeigten sie am Freitag beim Herbstleseabend im Rathaus in Duderstadt.

06.10.2018
Duderstadt Herbstlicher Markt in der Stadt - Andrang beim Apfel- und Birnenmarkt

Der 23. Apfel- und Birnenmarkt sorgt für Andrang in der Duderstädter Fußgängerzone. Über 100 Aussteller bieten auch am Sonntag, 7. Oktober, knackiges Obst und Anregungen für die Gartengestaltung.

07.10.2018
Duderstadt Verkehrsberuhigung in Desingerode - Ortsrat will Raser ausbremsen

Autofahrer aus Richtung Werxhausen würden zu schnell in den Nachbarort Desingerode einfahren, meint Ortsbürgermeister Dennis von Ahlen. Der Ortsrat dränge deshalb auf verkehrsberuhigende Maßnahmen.

06.10.2018