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Duderstadt Neue Mulchschicht sorgt für Kritik und Lob
Die Region Duderstadt Neue Mulchschicht sorgt für Kritik und Lob
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07:00 30.06.2018
Der Trimmpfad auf dem Pferdeberg ist frisch gemulcht, was zu Kritik und Lob führte. Quelle: Foto: Hinzmann
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Gerblingerode

Siebert äußerte, dass die Schicht mit einer Dicke von rund zehn Zentimetern für eine erhöhte Unfallgefahr sorge. Ist eine öffentliche Einrichtung, wie dieser Trimmpfad, in einem sehr guten Zustand, dann werde er meistens durch eine Fehlentscheidung, wie hier geschehen, für ältere- und behinderte Personen fast unbrauchbar gemacht, beschwerte sich Siebert. Eltern mit Kleinkindern und Sportkarre könnten diesen Trimmpfad ebenfalls nicht mehr nutzen wie ältere und gehbehinderte Menschen.

„Das Aufbringen von Mulch ist kein neuer Zustand, sondern seit vielen Jahren bekannt“, erklär Stollberg, Bürgermeister von Immingerode und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für das Naherholungsgebiet „Pferdeberg“. Der Weg verschlamme, weshalb eine regelmäßige Instandsetzung die Begehbarkeit erst sicherstelle. Außerdem gebe es im Bereich des Trimmpfades sogar ein anerkanntes Hochmoor, dass zu der Verschlammung beitrage.

Der Wald auf dem Pferdeberg gehört dem Forst Immingerode, berichtet Stollberg. „Der Trimmpfad ist kein öffentlicher Weg, sondern ein reiner Waldweg.“ Deshalb gebe es für Nutzer auch nur ein Begehungsrecht auf eigene Gefahr. Stollberg bedauert, wenn der Weg nicht von allen genutzt werden könne, verweist aber auch darauf, dass das Naherholungsgebiet auf dem Pferdeberg weitere Möglichkeiten für Wanderer und Spaziergänger gebe. Wer den Waldweg nicht nutzen könne, für den stehe auch ein geteerter Weg zur Wahl. „Der Pferdeberg bietet für jeden Möglichkeiten“, so Stollberg

„Der Weg wurde über die Jahre immer wieder mit Mulch aufgefüllt“, bekräftigt Stollberg noch einmal. In der Vergangenheit habe das Team des Duderstädter Bauhofs diese Aufgabe übernommen. Doch der Bauhof könne diese Arbeit zeitlich nicht mehr leisten. Deshalb machten sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft, der die Ortsbürgermeister der angrenzenden Dörfer Duderstadt, Gerblingerode, Immingerode, Teistungen und Tiftlingerode sowie der Pferdeberg-Beauftragte Karl-Heinz Burchardt angehören, Gedanken, wie das Problem gelöst werden konnte.

„Es gab zunächst eine Kostenanfrage an einen gewerblichen Betrieb“, berichtet Stollberg. Doch der habe einen Preis von 8000 Euro genannt. Das sei zu teuer gewesen für die Arbeitsgemeinschaft, die aus den finanziellen Töpfen der Ortsräte finanziert wird. Und so erklärten sich die Feuerwehren der Orte Gerblingerode, Immingerode und Tiftlingerode bereit, den rund drei Kilometer langen Trimmpfad, der in den 1970er-Jahren eingerichtet wurde, mit Rindenmulch instandzusetzen. Auch die Jugendfeuerwehr packte mit an. Das Material für den Einsatz habe die Stadt Duderstadt zur Verfügung gestellt und es sei vom Bauhof angeliefert worden. „Ich bin begeistert, von dem Engagement der Feuerwehrleute“, erklärte Stollberg und verwies darauf, dass diese ehrenamtlich tätig seien.

Die Kritik an der neuen Beschaffenheit des Untergrundes sei auch bei ihm angekommen, erzählte Stollberg. Doch er habe auch positive Reaktionen erhalten. So sei er am Sonntag „zwei älteren Herrschaften aus Nordrhein-Westfalen“ auf dem Trimmpfad begegnet, die sich dafür bedankten, dass sich am Pferdeberg um den Erhalt des Weges gekümmert werde. Das kennen sie aus ihrer Heimat anders. Und ein Bürger aus der Region habe sich gemeldet, dass er froh sei, dass das Material aufgebracht worden sei. Dadurch sei die Unterfläche weich. Das schone die Gelenke, wenn er seinen Sport ausübe.

Von Rüdiger Franke

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