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Duderstadt Turbo-Abi: Eichsfeld-Gymnasium fordert verbindliche Regelung
Die Region Duderstadt Turbo-Abi: Eichsfeld-Gymnasium fordert verbindliche Regelung
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00:18 24.02.2013
Von Kuno Mahnkopf
Büffeln statt Kindheit: Das Turbo-Abi bleibt umstritten. Quelle: Gambarini/DPA
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Duderstadt

Ende Februar würden sich Gymnasialdirektoren aus ganz Niedersachsen in Königslutter treffen, um über diese und andere schulpolitische Fragen wie das ebenfalls von der neuen Regierung angedachte Abschaffen des Sitzenbleibens zu diskutieren, teilt EGD-Leiter Thomas Nebenführ mit.

Mit G8 habe man am EGD gute Erfahrungen gemacht, G9 würde aber mehr Zeit für die Kindheit lassen, meint Nebenführ und gibt sich neutral. „Fatal wäre es allerdings, G8 und G9 parallel laufen zu laufen“, betont der Schulleiter. Auf eine verbindliche Regelung pocht auch Astrid Thielecke, die am EGD Biologie und Chemie unterrichtet und im Philologenverband engagiert ist. Die Vertretung der Gymnasiallehrer fordert die Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren.

Thomas Nebenführ

„Wer mehr Übung braucht, ist allerdings schlecht dran“

Auch G8 funktioniere mit nicht wesentlich schlechteren Ergebnissen, G9 koste natürlich mehr Geld und erfordere mehr Lehrer, sei aber die bessere Lösung, sagt Thielecke: „Gute Schüler schaffen auch G8. Wer mehr Übung braucht, ist allerdings schlecht dran.“ Neben dem nicht so gedrängten Unterrichtsstoff ließe G8 mehr Raum für Kindheit, Freizeit und Persönlichkeitsentwicklung. Vor allem in den Naturwissenschaften gebe es Probleme mit der verkürzten Schulzeit. Teilweise würden Inhalte aus der neunten Klasse in der siebten Klasse unterrichtet: „Abstraktes Denken kann aber nicht beliebig altersmäßig nach unten verlegt werden.“ Um sich zu orientieren, würden viele Schüler zwischen Abschluss und Studienbeginn ein Freiwilliges Soziales Jahr oder andere Projekte einlegen.

Astrid Thielecke

Philologenverband Niedersachsen kritisiert

Der Philologenverband Niedersachsen kritisiert den Koalitionsvertrag als den Schulfrieden gefährdende „Kampfansage an ein pluralistisches, leistungsorientiertes Schulwesen“. Vorsitzender Horst Audritz lehnt die Privilegierung von Gesamtschulen ab. Das gilt auch für das Ersetzen von Noten durch Lernzustandsbeschreibungen sowie die Abschaffung von Schullaufbahnempfehlungen, Klassenwiederholungen und Überweisungen überforderter Schüler an andere Schulformen.

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