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Duderstadt Überfall auf Ex-Freundin: Fünf Jahre Gefängnis
Die Region Duderstadt Überfall auf Ex-Freundin: Fünf Jahre Gefängnis
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00:18 06.05.2013
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen/Duderstadt

Kann man in 70 Minuten von Duderstadt nach Alfeld fahren, Brötchen kaufen und den unweit wohnenden Eltern bringen, um dann pünktlich bei der Physiotherapie zu sein? Diese Frage war zuvor eingehend diskutiert worden. Die Plädoyers konnten dann kaum weiter auseinander liegen: Staatsanwältin und Nebenklage sahen die Anklage durch die dreitägige Beweisaufnahme als erwiesen an.

Am Tattag in Behandlung

Die Staatsanwaltschaft wollte den arbeitslosen Maschinenbauer für sechseinhalb Jahre in Haft bringen. Verteidiger Hans-Bernd Schilling jedoch wertete die Aussagen einer Bäckereiverkäuferin und des Physiotherapeuten, der den Angeklagten am Tattag in Behandlung hatte, als Alibi. Er beantragte Freispruch.

7.36 und 7.42 Uhr

Nach der Beweisaufnahme musste das Gericht davon ausgehen, dass der Überfall auf die 47-jährige Ex-Freundin des Angeklagten sich in Duderstadt am 24. Januar 2012 zwischen 7.36 und 7.42 Uhr ereignete. Zwischen 8 und 9 Uhr will die Verkäuferin dem Angeklagten in Alfeld Brötchen verkauft haben. Dessen Mutter will diese vor 9 Uhr erhalten haben. Um 8.45 Uhr hatte er bereits einen Termin beim Therapeuten. Die Polizei ermittelte eine Stunde Fahrzeit – hielt sich dabei aber an alle Verkehrsregeln. Die Staatsanwältin glaubte aber, dass der Angeklagte nach dem Überfall schneller gefahren sein müsse.

„Eindeutig erkannt“

Es gebe außerdem viele Indizien, die gegen ihn sprechen. Das Opfer will ihn „eindeutig erkannt“ haben – an Gestalt und Bewegungsmuster, einem „wippenden Gang“. Diesen Gang beschrieb auch eine Zeugin, ebenfalls Ex-Freundin des Angeklagten und von diesem nach der Trennung Ende 2007 verfolgt. Diese Frau wurde im Februar 2008 auf identische Weise in Alfeld überfallen. Damals fanden sich keine Beweise gegen den 58-Jährigen. Diesmal stützten DNA-Spuren auf einem im Keller in Alfeld gefundenen Eisenrohr, das das Opfer wiedererkannt haben will, die Anklage.

Von Jürgen Gückel und Andreas Fuhrmann

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