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Duderstadt Überlegungen zu zentralem Anmeldesystem für Kinderbetreuung
Die Region Duderstadt Überlegungen zu zentralem Anmeldesystem für Kinderbetreuung
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00:18 17.09.2017
Die Krippengruppe von St. Raphael ist als siebente Krippeneinrichtung in Duderstadt eröffnet worden. Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

„Die bislang letzte Einrichtung, die neu dazugekommen ist, ist die Krippengruppe von St. Raphael, die siebente in der Stadt“, so Steinmetz im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport. In den Krippen stünden derzeit rund 165 Plätze zur Verfügung. Hinzu kämen etwa 50 Plätze in vier Großtagespflegestellen mit bis zu zehn Kindern. Davon gebe es zwei in der Kernstadt sowie jeweils eine in Brochthausen und Desingerode. „Es gibt also im Krippenbereich ein Angebot von circa 215 Plätzen“, berichtet Steinmetz. Das entspreche heruntergebrochen auf die Geburtenzahlen einer Quote von 60 Prozent.

„Die Warteliste konnte durch die Neueinrichtungen von St. Raphael und in Desingerode abgearbeitet werden“, erzählt die Fachbereichsleiterin. Trotzdem stünden immer noch Kinder auf der Warteliste. Allerdings erschwere die Tatsache, dass es kein zentrales Meldesystem geben, die Feststellung des genauen Bedarfs. „Zurzeit können Eltern ihre Kinder in allen Einrichtungen anmelden“, so Steinmetz. Deshalb müsse regelmäßig überprüft werden, ob es Doppelmeldungen gebe. Außerdem würden wegfallende Bedarfe nicht gemeldet.

Gute Analyse gefordert

„Wir müssen zu einer guten Analyse kommen, um den Bedarf zu ermitteln“, forderte Doris Glahn (SPD). Wenn zum 1. Januar schon wieder 21 Kinder auf der Warteliste stehen würden, müssten vielleicht in den Krippen noch weitere Plätze geplant werden. „Wir hatten uns im Ausschuss schon Notlösungen überlegt, die wir zum Glück aber wieder verwerfen konnten.“

„Es gibt Dinge, die nicht planbar sind“, sagte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Manfred Görth (CDU). Es gebe viele Eltern, die erst einmal den Finger hochhalten, aber sich dann noch anderweitig umschauen würden. Deswegen sei es unheimlich schwierig, genau zu planen. Deshalb habe der Bürgermeister gesagt, dass es vielleicht eine zentrale Anmeldung geben solle. „Denn das Vorhalten von Plätzen kostet viel Geld“, so Görth.

Qualitativ gutes Angebot sicherstellen

„Wir laufen landesweit dem Bedarf hinterher“, sagte Lothar Dinges (Freie Wähler). Für die Stadt Duderstadt sei es aber ein Imagefaktor, nicht nur Plätze, sondern vor allem gute Plätze anzubieten. „Wir müssen die Rahmenbedingungen so verändern, dass private Tagespflegestellen vermehrt angeboten werden.“ Aus diesem Grund müsse man mit der Tagespflege ins Gespräch kommen, an welchen Stellen es bislang hapern würde. „Wir müssen daran denken, dass außer Bauplätzen auch die Kinderbetreuung ein wichtiger Faktor sei, um junge Familien herzuholen und hierzubehalten.“ Gerd Goebel (CDU) ergänzte, dass er bei der Einrichtung in Desingerode erlebt habe, dass Anbieter hohe bürokratische Hürden zu nehmen hätten und darüber hinaus auch hohe Eigeninvestitionen zu tätigen hätten.

Steinmetz erklärte, dass es bereits einen intensiven Kontakt zum Landkreis Göttingen gebe, bei dem auch über den Aufbau weiterer Tagespflegestellen in der Stadt gesprochen werde. Auch gebe es Gespräche mit weiteren Tagespflegen, denen aber bislang die Räumlichkeiten fehlen würden. Horst Bonitz, Leiter des Fachbereichs Bildung und Kultur, erklärte, dass Duderstadt mit einer Quote von 60 Prozent im bundes- und landesweiten Vergleich gar nicht so schlecht dastehe. Teilweise würden andere Kommunen nur 30 Prozent abdecken können.

Von Rüdiger Franke

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