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Duderstadt Ursulinenkloster Duderstadt zeigt Stillleben
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15:00 09.02.2018
Die Ausstellung im Ursulinenkloster zeigt Arbeiten von Schülern der Hildesheimer Marienschule. Quelle: r
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Duderstadt

„Der Leistungskurs hat sich intensiv mit Stillleben auseinandergesetzt“, erläutert Carmen Veith-Denecke, Lehrerin für das Fach Kunst an dieser Schule. Stillleben seien seit Jahrhunderten bis in die Moderne hinein als Bildmotive immer wieder „eine Herausforderung für Künstler und zugleich beliebte Sujets in unseren Wohnzimmern“. Insbesondere in der Zeit des Barock von den Jahren 1575 bis 1770 seien die Motive „außerordentlich beliebt“ gewesen.

Trügerischer Schein der schönen Dinge

Der „schöne Schein“ der Blumen- oder auch Früchte-Stillleben sei aber „trügerisch“ gewesen, wie Veith-Denecke verdeutlicht. Das Aufdecken der vielfältigen symbolischen Bedeutungen sollte den Betrachter zu Erkenntnissen über den „sinnentleerten Schein der weltlichen Dinge und über die eigene Vergänglichkeit führen“. Diese Stillleben hätten die Menschen gemahnt, sich auf das Eigentliche zu besinnen und zugleich den Blick auf die göttlichen Dimensionen und den wahrhaftigen Glauben gefordert. In den Jahrhunderten nach dem Barock seien die Dinge des Lebens dann als das gesehen worden, was sie seien. In der Moderne spielten Gegenstände noch vielfältiger künstlerische Rollen. „Dinge bleiben nicht nur im Bild, sondern wandern in den dreidimensionalen Raum“ wie Veith-Denecke erklärt. So würden sie in Objekten, Installationen oder gar „Land Art“ zu Protagonisten verwandelt.

In selbst komponierten Stillleben der Schüler seien „fotografische Dialoge zwischen klassischen und modernen Variationen“ entstanden. Vom Rosenstrauß bis zum Toaster zeige sich „die dingliche Vielfalt unseres Alltags“. Die anschließende „malerische Auseinandersetzung“ habe zu „facettenreichen Stillleben-Variationen“ geführt. Kristallgläser, Taschenuhren, Schmuckkästchen, Obstschalen, Zitronen, Silbergeschirr, Rosen, Brot und Wein fänden sich in der „gemalten Welt der Dinge“ wieder. Anspielungen auf barocke Symbolik seien „nicht rein zufällig“.

Arbeiten sollen auch den Geschmackssinn anregen

Einen „farbenprächtigen Diskurs“ böten ergänzend Arbeiten der Klasse 8b an, die mit dem Thema „Frühstücks-Stillleben“ eine klassische Stillleben-Art aufgreifen. Sie hätten fröhliche Frühstücks-Stillleben entworfen – mit Blütenhonig, Orangensaft, Toast und Nutella. So werde „fantasievoll neben dem Augensinn auch der Geschmacksinn angeregt“, erklärt Veith-Denecke. Die Schülerarbeiten könnten „das Auge erfreuen und als Gedankenanstoß dienen, sich mit den Dingen des Lebens und damit mit dem Sinn des Lebens auseinanderzusetzen“, fasst die Lehrerin zusammen.

Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags von 10 bis 12 und 15 bis 17 Uhr. Eröffnet wird die Präsentation am Aschermittwoch, 14. Februar, um 16 Uhr.

Von Axel Artmann

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