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Duderstadt Van der Linden: Ausstellung im Rathaus eröffnet
Die Region Duderstadt Van der Linden: Ausstellung im Rathaus eröffnet
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19:20 15.11.2010
Von Heinz Hobrecht
Blickfang: Vorwiegend sind Landschaftsbilder ausgestellt. Quelle: Walliser

70 Werke des Professors aus Antwerpen sind im Großen Saal des historischen Rathauses zu sehen. In der Mehrheit sind es Bilder, die in der Duderstädter Schaffenszeit des Malers, nämlich in der Zeit von 1918 bis 1927 sowie von 1944 bis 1950, entstanden sind. In diesen Jahren lebte van der Linden in der Brehmestadt und war als Auftragsmaler und später auch als Lehrer tätig.

Vom Duderstädter Rechtsanwalt und Notar Hans-Peter Menge, ein Verehrer van der Lindens, ging die Idee aus, in Duderstadt eine Ausstellung auszurichten. Anlässlich des 50. Todestages des in Antwerpen geborenen und auch dort gestorbenen Malers wird sie jetzt umgesetzt. Viele Bürger der Stadt tragen als Leihgeber von Kunstwerken zur Ausstellung bei.

Als Hausherr dankte Bürgermeister Wolfgang Nolte bei der Eröffnung den Helfern und Förderern, besonders Kurator Menge, der eine „fantastische Idee kraftvoll auf die Beine gestellt“ habe. Neben Inge Sielmann, der Ehrenringträgerin der Stadt, begrüßte Nolte auch besonders Dankwart Jünemann. Der ehemalige Amtsgerichtsdirektor in Duderstadt ist ein Firmkind Lode van der Lindens.

Duderstadt kann sich glücklich schätzen, van der Lindens zweite Heimat geworden zu sein“, sagte Staatssekretär Jürgen Oehlerking vom Niedersächsischen Ministerium für Justiz. Der Studienfreund des Kurators überbrachte Grüße des Schirmherrn der Ausstellung, des Niedersächsischen Ministers der Justiz, Bernd Busemann.
Lode van der Linden wurde zum Leitbild meines Lebens“, berichtete Kunsthistorikerin Erika Schmelter in ihrem Festvortrag. In Duderstadt sei van der Linden „als Maler neu geboren“ worden, und es sei ein „Glücksfall für beide Seiten“ gewesen.

Schmelter schilderte eindrucksvoll, wie sie als Ursulinen-Schülerin in Duderstadt erstmals van der Linden begegnete und sich bei ihm als Mal-Schülerin beworben hatte. „Dann begann für mich ein Himmelreich“, berichtete Schmelter, „ich durfte jede Woche zum Malen kommen.“
Große Beachtung fand bei der Ausstelllung der Entwurf einer Broschüre, die Matthias Gleitze, Sohn des ehemaligen Oberkreisdirektors Gleitze, mitgebracht hatte. Viele Fotos und Bilder zeigen den flämischen Maler, der erst jetzt in Duderstadt wieder richtig auflebt.

Die Ausstellung „Prof. Lode van der Linden“ ist im Rathaus in Duderstadt bis zum 28. November täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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