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Duderstadt Kunstwerke in Duderstadt versteigert
Die Region Duderstadt Kunstwerke in Duderstadt versteigert
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20:08 25.11.2018
Lothar Walkling (l.) zeigt das Metall-Kunstwerk der Schüler und Hans-Arno Poppen die Vorlage „Der Schlosser“ von Paul Klee. Quelle: Foto: Franke
Duderstadt

Die Versteigerung von gemeinsamen Kunstwerken hat am Sonntag den Abschluss einer gemeinsamen Ausstellung von Künstlern der Initiative „Kunst bist Du ... derstadt“ und 96 Kindern der Grundschulen in Langenhagen und Hilkerode gebildet. Dabei kamen im ersten Schritt 350 Euro zusammen.

In einem Schulprojekt mit Künstlern der Initiative hatten die Schüler ihre eigenen Kunstwerke geschaffen. Dabei stand die Arbeit des berühmten Expressionisten Paul Klee Pate. Die Kinder lernten zunächst etwas über den Maler und seine Art zu malen. Später versuchten sie dann seinen Stil auf eigene Werke zu übertragen. Seit dem 5. November waren die Werke als Teil der Ausstellung „Hinter den Türen“ im Bürgersaal des Duderstädter Rathauses zu sehen.

Bilder der Versteigerung:

Die Versteigerung von gemeinsamen Kunstwerken hat am Sonntag den Abschluss einer gemeinsamen Ausstellung von Künstlern der Initiative „Kunst bist Du ... derstadt“ und 96 Kindern der Grundschulen in Langenhagen und Hilkerode gebildet.

Zusätzlich zu den eigenen Bildern, welche die Kinder behalten durften, wurden auch einige Gemeinschaftsarbeiten erstellt, die am Sonntag versteigert werden sollten. Der Erlös sollte der Anschaffung eines Spielgerätes für die Marktstraße dienen. Lothar Walkling, dessen Frau einige Werke in der Ausstellung zeigte, übernahm die Rolle des Auktionators. Er pries die unterschiedlichen Kunstwerke an. Für ein kleines Bild begann das Bieten bei 15 Euro.

Stühle mit Farbe und Mosaik

Wer wollte, konnte auch einen von vier Stühlen mit nach Hause nehmen. „Daran haben viele Kinder mitgearbeitet“, erzählte die Hannelore Mitschke ten bokkel, Vorsitzende von „Kuns bist Du ... stadt“. Die Sitzfläche sei von der Mosaikgruppe gestaltet worden, die restlichen Flächen von anderen Kindern bemalt worden. Die Gebote für die Stühle begannen bei 30 Euro.

Den höchsten Preis erzielte eine Metallarbeit, die dem Kunstwerk „Der Schlosser“ von Paul Klee nachempfunden war. Sie wechselte für 110 Euro den Besitzer. Die beteiligten Kinder in Langenhagen haben fünf Tage daran gearbeitet, erzählte Hans-Arno Poppen. Etwas kleiner, weil die Schüler nur drei Tage Zeit hatten, geriet das metallische Werk aus Hilkerode, das dem Klee-Gemälde „Dieser Stern lehrt beugen“ nachempfunden war. „Ich bin der einzige Metaller in unserer Gruppe“, sagte Poppen, weshalb er diesen Teil des Projekts übernommen habe.

Die beiden Metallwerke seien aus gebogenem fünf Millimeter starkem Schweißdraht auf 1,5 Millimeter dickes Schwarzblech aufgeklebt worden. Zum Besfestigen hätten sie Zwei-Komponenten-Kleber genutzt. Danach seien die Konturen mit Schwarz nachgezogen und mit einer Edelrosttinktur bearbeitet worden. „Dadurch wird es sich immer wieder verändern“, erklärt Poppen. „Das Bild lebt.“

Bezug zum Material

Er habe den Kindern zunächst einen Bezug zum Material vermittelt, berichtet Poppen von der Arbeit. „Ich habe sie am ersten Tag nur Metall biegen und klopfen lassen.“ Später seien die besten der gefertigten Stücke ausgewählt worden.

Am Ende fanden nicht alle Stücke einen neuen Besitzer. Leider sei die Auktion etwas schleppend verlaufen, bedauerte Mitschke ten bokkel. „Wir werden aber noch versuchen, die restlichen Stücke zu verkaufen.“ Renate Diederich-von-Berg erzählte, dass dies zum Beispiel an einem Tag der offenen Tür zum Beispiel im Dezember geschehen könne. „Sollten wir es nicht schaffen, das erhoffte Spielgerät finanzieren zu können, dann werden wir das Geld für einen caritativen Zweck spenden“, erklärte die Vorsitzende.

Die Ausstellung wird abgebaut, doch die bearbeiteten Rathaus-Umrisse bleiben für vier Wochen im Bürgersaal geparkt. Danach werden sie zunächst im Heimatmuseum ausgestellt. Später sollen sie auch in anderen Orten gezeigt werd

Von Rüdiger Franke

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