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Duderstadt Werbespot der Duderstädter Polizei bringt Bewerbungen von jungen Leuten
Die Region Duderstadt Werbespot der Duderstädter Polizei bringt Bewerbungen von jungen Leuten
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00:31 10.05.2018
Polizeipraktikantin Elena Golomnek klärt Verkehrsteilnehmerin Ricarda Hinterthaner auf dem Parkplatz des Einkaufsareals Feilenfabrik in Duderstadt zum Thema Unfallflucht auf. Quelle: Markus_Hartwig
Duderstadt

Um Nachwuchsmangel vorzubeugen, hat die Duderstädter Polizei mit Partnern im Frühjahr 2017 einen Werbespot gedreht, der jungen Leuten den Polizeidienst schmackhaft machen soll. Seit Veröffentlichung des Clips habe die Bewerber-Nachfrage enorm zugenommen.

„Mich hat meine Tante auf den Spot aufmerksam gemacht“, sagt die 18-jährige Elena Golombek aus Dingelstädt, Schülerin am St.-Josef-Gymnasium. Die Thüringerin hat eigentlich eine Laufbahn beim Zoll geplant, war aber gleich begeistert von dem Video und bewarb sich als Praktikantin bei der Duderstädter Polizei. „Der Clip ist toll gemacht mit dieser Wendung in der Handlung“, lobt sie. Tatsächlich beginnt das Video wie ein Krimi mit spannender Musik und einem Polizeiauto, das mit Blaulicht und uniformierten Beamten an Bord auf dem Schulhof der Duderstädter Heinz-Sielmann-Realschule hält. Doch statt ein fiktives Verbrechen aufzuklären, gratulieren der Duderstädter Polizist Dierk Falkenhagen und seine Kollegen von der Bereitschaftspolizei Göttingen einer Schülerin zur angenommenen Bewerbung bei der Polizei.

Eine Million Klicks bei Polizei-Clip

Der Clip soll Jugendliche animieren, einen Ausbildungsweg bei der Polizei in der Region ins Auge zu fassen, da laut Aussage des Duderstädter Polizeichefs Karl-Hubert Wüstefeld in den kommenden zehn Jahren rund 30 Kollegen in den Ruhestand gingen. Nach Fertigstellung wurde der Spot im vergangenen Frühjahr bei Youtube eingestellt und habe schon mehr als eine Million Klicks erhalten, so Falkenhagen. Seitdem hagelt es Bewerbungen. Und sogar das Fernsehen hatte über den Duderstädter Polizeifilm berichtet.

„Für die Schülerpraktika haben wir für das kommende Schuljahr von vier auf fünf Gruppen aufgestockt“, sagt Falkenhagen. Und auch über diese Praktikumszeiten hinaus würden wöchentlich Anrufe von jungen Leuten eintreffen, die sich informieren wollen, wie man Polizist wird.

„Zunächst muss das polizeiliche Führungszeugnis okay sein. Bei den Zeugnissen achte ich als erstes immer auf die Note in Sozialverhalten“, erläutert Falkenhagen die Schwerpunkte bei einer Bewerbung. Wer sich schon etwas zu Schulden kommen ließ oder sich nicht sozial verhält, sei für den Dienst bei der Polizei nicht tauglich, auch nicht für ein Praktikum.

Hundestaffel und Prävention stehen auf der Tagesordnung

Bei Praktikantin Elena waren diese Punkte alle erfüllt, und da bei den herkömmlichen Schülerpraktikumswochen noch ein Platz freigeworden war, durfte die Thüringerin auch im benachbarten Bundesland Niedersachsen einspringen. „Mich hat es sehr interessiert, was hier im Praktikum geboten wird“, sagt die 18-Jährige. Da der Polizeiberuf vielfältig ist, standen auch ganz unterschiedliche Aktionen auf der Tagesordnung wie Besuche bei der Hundestaffel, der Polizeiakademie in Hann. Münden, eine Fahrradprüfung für Grundschüler, Präventionsveranstaltungen und auch Einblicke in Ermittlungsarbeiten. Dazu konnte auch Falkenhagen aus seiner Laubahn Beispiele geben: Vom Streifendienst und Verkehrsüberwachung über Fahndungsbereiche und Umweltschutz zum Präventionsbeauftragten hat er schon diverse Berufsstationen durchlaufen.

Polizei gibt Gefühl der Sicherheit

Aus ihrem Praktikum bei der Duderstädter Polizei habe sie sehr positive Eindrücke gewonnen, sagt Elena. Das insgesamt recht gute Image der Polizei bei Jugendlichen sei anhand verschiedener Faktoren zu definieren. „Wenn ich beim Autofahren im Rückspiegel die Polizei hinter mir sehe, habe ich schon Respekt und überlege, ob ich angehalten werde. Wenn ich aber als Mädchen allein auf dem Bahnhof sitze, bin ich ganz froh, wenn ich Polizisten sehe. Dann fühle ich mich gleich sicherer“, erklärt Elena. In ländlichen Regionen seien die Polizisten auch persönlich bekannter als in Ballungszentren, ergänzt Falkenhagen.

Von Claudia Nachtwey

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