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Duderstadt Wildwuchs
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19:59 30.10.2009
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Von Kuno Mahnkopf

Der Park, den der Flecken vor Jahren als Schloss-Beigabe erworben hat, ist Kleinod und Bürde zugleich. Heute sieht man den Park vor Bäumen nicht mehr. Zu lange wurde er dem Dornröschenschlaf überlassen. Kleinmütig beschränkten sich die Verantwortlichen darauf, einzelne Bäume zu beseitigen und nach Gutdünken nachzupflanzen. Zu verdenken ist es ihnen nicht. Sobald nach Sturmschäden die Säge angesetzt wurde, gab es Gegenwind, zuletzt wurden Unterschriften zur Rettung des Parks gesammelt. Der Protest gegen jedwede Änderung zeigt, wie sehr die grüne Lunge im Ortskern den Bunten ans Herz gewachsen ist. Er verstellt aber auch den Blick auf die Notwendigkeit radikaler Schritte und Schnitte, um den Charakter des Landschaftsparks zu erhalten.

Jetzt ist guter Rat für den finanziell auf Dornen gebetteten Flecken teuer. Selbst wenn es gelingen sollte, Arboristik-Studenten für ein Konzept zu gewinnen, dürfte dessen Umsetzung kaum finanzierbar sein. Zudem müsste geklärt werden, wohin die Zielplanung überhaupt gehen soll, bevor man sich im Gestrüpp der Gestaltungsmöglichkeiten zwischen historischer Authentizität, ökologischer Nachhaltigkeit und Erlebnis-Zierpark verheddert. Wie groß die Gefahr ist, zeigen in der Diskussion gefallene Stichworte – vom wertvollen Totholz bis zur barocken Buchsbaumhecke. „Die Welt, wie der Realist sie um sich herum bilden möchte..., ist ein wohlangelegter Garten..., die Welt unter den Händen des Idealisten eine weniger benutzte, aber in einem größeren Charakter ausgeführte Natur“, schrieb Schiller. Bevor man die Entscheidung einem Landschaftsplaner überlässt, böte sich eine Bürgerumfrage oder ein Ideen-Wettbewerb an – vielleicht als erste Hausaufgabe eines noch zu gründenden Fördervereins.

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