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Duderstadt Fraktionen wollen Duderstadts ZOB neu gestalten
Die Region Duderstadt Fraktionen wollen Duderstadts ZOB neu gestalten
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11:00 10.09.2018
Zentraler Omnibusbahnhof in Duderstadt Quelle: Eichner-Ramm
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Duderstadt

 Bereits 2012 haben sich die Gremien der Stadt über die Situation rund um den ZOB Gedanken gemacht. Es wurde ein Gutachten erstellt, das drei Varianten einer möglichen Neugestaltung des Areals zwischen Stadtmauer und Wall im Westen der Altstadt aufgezeigt hatte. Seinerzeit ist nach den Beratungen beschlossen worden, das Thema zunächst zurückzustellen –auch mit Blick auf den Zukunftsvertrag. Der Bürgermeister habe die zuständigen Stellen über die Notwendigkeit der Weiterentwicklung des ZOB informieren wollen, erinnerte jetzt Jochen Mitschke in einem entsprechenden Antrag von Bündnis 90 / Die Grünen, der das Thema ZOB wieder aufgreift. Auch sollten damals mögliche Fördermittel eingeworben werden.

Drei verschiedene Varianten 2012 vorgestellt

Offen geblieben ist in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, was daraus geworden ist. Bauamtsleiter Johannes Böning ergänzte Mitschkes Ausführungen zur Vorgeschichte. In der Untersuchung zur Neugestaltung des ZOB am Westerstieg seien 2012 drei verschiedene Varianten vorgestellt worden. Zwar sei nach den Diskussionen eine der Varianten priosisiert worden, so Bönig, aber zum Beispiel die Wallquerung, genüge nicht mehr den heutigen Anforderungen. Eine Anbindung des ZOB über einen kleinen Kreisverkehr im Bereich Westerstieg/Sachsenring, wie seinerzeit ebenfalls angedacht, würde mit drei bis fünf Millionen Euro zu Buche schlagen.

Die Resonanz auf die Maßgabe an die Verwaltung, Fördermittel auszuloten, sei gleich Null gewesen, sagte Böning. Das Thema sei dann in den Haushalten der folgenden Jahre nicht mehr angesprochen worden. Die Entwurfsplanung jetzt wieder aufzunehmen, ergebe Sinn.

Neue Schnellbuslinie

Mitschke nannte die neue Schnellbuslinie, die kommenden April in Betrieb gehen soll, als einen Grund, den ZOB neu zu gestalten. Deren Erfolg werde „im erheblichen Maße von der umgebenden Infrastruktur abhängen“, heißt es im Antrag. Mitschke nannte Beispiele: Bügel zum Abstellen von Rahrrädern, E-Bike-Ladestationen, Taktung der Zubringerbusse und Parkmöglichkeiten von Pkw.

Der ZOB sei zudem die Visitenkarte der Stadt für diejenigen, die zum Beispiel im Reisebus nach Duderstadt kämen. Überhaupt werde in Zukunft der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) eine immer wichtigere Bedeutung haben und zum Standortfaktor werden. Dabei sollte, so Mitschke weiter, auch die Zuganbindung in Leinefelde nicht vergessen werden. Auch dorthin gelte es eine entsprechende Buslinie zu berücksichtigen.

Walldurchgang moderner gestalten

Das Gremium war sich darüber einig, dass sowohl das Thema ZOB als auch die von der CDU-Fraktion wieder aufgegriffene Forderung nach einer Verbesserung der Wallquerung, zusammen gesehen werden sollten. Thomas Rössing-Schmalbach sagte, „es macht keinen Sinn, denn Walldurchgang moderner zu gestalten, wenn dahinter am ZOB alles belassen wird.“

Es sei an der Zeit, das Thema wieder aufzugreifen, sagte Lothar Dinges (WDB). „Damit Busfahren wirklich attraktiv wird, sollten wir uns Impulse von außerhalb holen“, regte er an und nannte entsprechende Anlagen auf der Insel Guernsey als Beispiel für eine gelungene Aufenthaltsqualität an einem Busbahnhof. Am Ende stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig dafür, die Planungen für den ZOB wieder aufzunehmen, Zuschussmöglichkeiten zu ermitteln und die erforderlichen Mittel für Planung und Umsetzung bereitzustellen.

Von Britta Eichner-Ramm

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