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Friedland Ballenhausen feiert traditionell bayerisch
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00:22 28.03.2018
„Oans, zwoa, gsuffa“: Oktoberfest im Sporthaus Ballenhausen. Quelle: Heller
Ballenhausen

„Laut meiner Dirndl-Historie haben wir unser Oktoberfest heute zum sechsten oder siebten Mal organisiert“, sagte Nadine Friedrich. Doch eigentlich ist die Frage nach dem Historie der Feier überflüssig: Das erste Oktoberfest des Jahres in ganz Deutschland ist in Ballenhausen längst zur Tradition geworden.

Oktoberfest in Ballenhausen

320 Tickets seien schon im Vorverkauf weggegangen, vor Ort im Sporthaus schätzte Friedrich die Zahl der Besucher auf 400. „Das ist ein toller Erfolg“, hieß es von den fünf Organisatoren. Das Dorf Ballenhausen habe nur 600 Einwohner. Im Oktober feiern alle und keiner würde nach Ballenhausen kommen. Die Idee ist nach Angaben Friedrichs an einem lustigen Abend entstanden. Es habe unserem Dorf an Festen im Frühjahr gefehlt. Der Ruf nach Bier sei laut geworden und schon sei die Idee des ersten Oktoberfestes entstanden.

Die Organisatoren um Nadine und Catherine Friedrichs, Juliane Diedrich, Nadine und Dennis Thienert haben auch in diesem Jahr alles richtig gemacht. Fast alle Gäste erschienen im Dirndl oder Lederhose, das Karohemd war das Minimum an Verkleidung. Und die Stimmung war bereits vor dem Fassanstich um 20 Uhr ausgelassen.

Besucher auf den Bänken

Zur offiziellen Begrüßung der Gäste marschierten die Offiziellen Arm in Arm bei allgemeinem Beifall in den Saal. Der kleinen Parade folgten mit lauter Marschmusik die Musiker der Band Die Eichenberger, die bis spät in die Nacht für Stimmung sorgten. Begeistert sangen die Gäste lautstark mit. Zum Schunkeln einladende Lieder wie: „Wir sind die Niedersachsen“, ließ die Ballenhäuser Oktoberfest-Besucher auf die Bänke steigen.

Das Bier konnte gar nicht schnell genug an die Tische gebracht werden. Immer wieder eilten die Kellner mit schweren Tabletts zwischen den engen Tischreihen, um für Nachschub zu sorgen. An der Decke hingen mit Helium gefüllte blaue und weiße mit Konfetti gefüllte Ballons, passend zu den traditionellen bayrischen Farben.

Fassanstich mit Nachschlag

Die Eichenberger machten es sich auf einer erhöhten Ebene bequem und übernahmen die Moderation des Abends mit traditioneller Musik sowie vereinzelten Aufrufen an die Gäste. „Herzlich Willkommen zum ersten Oktoberfest im Jahr natürlich in Ballenhausen!“

Als einer der Höhepunkte des Abends entpuppte sich der Fassanstich. Da das Bier nur langsam aus dem Zapfhahn floss, wurde mit dem Hammer noch einmal ausgeholt. Das Bier schoss in alle Richtungen und wurde mit allen verfügbaren Händen schnell aufgehalten. Die Stimmung der Gäste wurde durch diesen Zwischenfall sogar umso fröhlicher. „Was haben wir jetzt mit euch vor? Natürlich wird gefeiert!“, heißt es zwischen den Liedern von den Eichenbergern. „Hier werden alle Traditionen eingehalten, bis auf den Zeitpunkt.“

Uwe Wode kommt gebürtig aus Ballenhausen, wohnt jetzt aber in Hardegsen. Für das Oktoberfest komme er allerdings jedes Jahr – das sei mehr zur Tradition geworden als das Oktoberfest im Oktober.

Von Lisa Hausmann

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