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Friedland „Fluchtpunkt Friedland“
Die Region Friedland „Fluchtpunkt Friedland“
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00:17 05.05.2017
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Friedland

Mit dem Begleitbuch erörtern die Autoren einzelne, bisher wenig beleuchtete Zusammenhänge. „In einer Ausstellung kann man nur einen begrenzten Stand darstellen. Vieles bleibt dabei ungesagt“, erklärt Baur die Bedeutung des Begleitbandes. Außerdem geben die Autoren Einblicke in das Ausstellungskonzept und die Umsetzung. Auf den Seitenrändern des Buches setzen sie das Friedberger Kalendarium fort, das ausgewählte Zitate und Ereignisse hervorhebt.

Aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen die Autoren Ausschnitte aus Vergangenheit und Gegenwart der Lagergeschichte. Dabei gehen sie auf die Funktion und die Bedeutung des Grenzdurchgangslagers im Wandel der Zeit ein.

Mehr als vier Millionen Menschen haben seit der Gründung vor mehr als 70 Jahren unterschiedlich lange im Lager Friedland verbracht. Einige Wege und Lebenswege verfolgen die Autoren in „Fluchtpunkt Friedland“. Grundlage ihrer Forschungen bilden die Originalchronik des Lagers, archivarische Quellen, Gespräche mit Zeitzeugen und Zeitungsartikelsammlungen, erklärt Bluche.

Eine besondere Rolle spielen die Bildstrecken mit historischen und aktuellen Fotografien. Zum einen zeigen die Herausgeber unter anderem unterschiedliche Ankunftsszenen, aus denen sich die jeweiligen Umstände des Ankommens zu erkennen sind. Zum anderen stellen aktuelle Aufnahmen von Flüchtlingen deren Sicht auf das Lager dar, verbunden mit ihren Hoffnungen und Erwartungen.

„Das Buch hat eine gewisse Aktualität“, erklärte Frank Frühling, Beauftragter für das Museum Friedland. Es beinhalte eine Gleichzeitigkeit von Geschichte und Gegenwart. „Ein lokales Projekt, das deutschlandweit von Interesse ist“, erklärt Monika Meffert vom Göttinger Wallstein Verlag. Dort ist „Fluchtpunkt Friedland“ dieses Jahr erschienen und kostet 24,90 Euro.

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