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Friedland Friedländer belegt zweiten Platz
Die Region Friedland Friedländer belegt zweiten Platz
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18:00 15.10.2018
Thomas Heidemann (Dritter von links) belegt den zweiten Platz der Storyolympiade 2018. Quelle: R
Friedland

Die Silbermedaille bei der Storyolympiade 2018 hat der Friedländer Thomas Heidemann gewonnen. Der 45-jährige Gärtnermeister präsentierte der Jury seine Kurzgeschichte „Kinder der Maschine“. Ausgezeichnet wurde er am Sonnabend, 13. Oktober, auf dem Buchmesse-Convent im südhessischen Dreieich-Sprendlingen. Gold gewann der Stuttgarter Johannes Gebhardt, Bronze ging an Renée Engel aus Stutensee.

Das Thema der diesjährigen Storyolympiade war „Maschinen“. So handelt Heidemanns Kurzgeschichte von einem geheimen Projekt eines russischen Oligarchen in einer verlassenen Bergbausiedlung auf Spitzbergen. Eine seiner Mitarbeiterinnen hat das Projekt unter ihre Kontrolle gebracht und begonnen, Kopien von Menschen herzustellen. Seine nun preisgekrönte und eine weitere Geschichte konnte Heidemann auf dem Buchmesse-Convent vor Publikum vortragen. Er schreibe seit fünf Jahren, wie die Storyolympiade mitteilt. Ein Jahr lang habe er geübt, bevor er seine erste Geschichte bei einem Verlag einreichte. Die „Kinder der Maschine“ ist bereits die dritte Geschichte, mit der Heidemann bei der Storyolympiade antritt. Zwei Mal schon belegte er den zehnten Platz.

„Ich mag Geschichten mit einem Happy End“

Der Gärtnermeister möchte sein optimistisches Weltbild in seine Erzählungen einfließen lassen, wie er sagt: „Ich glaube, dass jeder in der Lage ist, Gutes zu tun, auch scheinbar 'schlechte' Menschen. Charaktere entwickeln sich; Ängstliche wachsen über sich hinaus, Verschlossene öffnen sich anderen Menschen. Und wer nicht zu Veränderungen bereit ist, scheitert an sich selbst. Ich mag Geschichten mit einem Happy End." Abgrenzen möchte er sich von jeder Form der Menschenverachtung. „Egal, ob sie von Neonazis offen skandiert oder von Politikern mit angeblichen Notwendigkeiten schöngefärbt wird, ob sie aus Unwissenheit und dumpfen Ängsten begangen wird oder aus der Lust der Stärkeren, sich über Schwächere zu erheben." Dennoch sehe er sich nicht als Autor, der Botschaften unter seine Leser bringt. Seine Geschichten sollen unterhaltend sein, sagt er. „Aber wenn ich Rollen mit Figuren aus unterschiedlichen sozialen Schichten und Kulturkreisen besetze, möchte ich damit gerne zeigen, dass Vielfalt normal und bereichernd ist und dass jeder Mensch Respekt verdient."

175 Autoren traten im Wettbewerb an

Die Storyolympiade ist nach eigenen Angaben ein seit 1999 ausgetragener, internationaler Kurzgeschichtenwettbewerb. Deutschsprachige Nachwuchsautoren können ihre Werke einreichen und anonymisiert beurteilen lassen. Die ehrenamtliche Jury besteht aus einer Vorjury und einer Hauptjury, welche die Geschichten unabhängig und getrennt voneinander bewerten. Zugelassen sind Fantastik-Geschichten. Die am besten bewerteten werden in einer Anthologie verlegt. In diesem Jahr traten 175 Autoren aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und der Türkei gegeneinander an. Heidemanns „Kinder der Maschine“ wurde in der diesjährigen Anthologie „Maschinen“ von Herausgebern Martin Witzgall und Felix Woitkowski veröffentlicht und ist im Buchhandel erhältlich.

Von Norma Jean Böger

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