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Friedland Groß Schneen feiert 314. „Use Kermesse“
Die Region Friedland Groß Schneen feiert 314. „Use Kermesse“
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18:43 09.09.2018
40 Gruppen mit 30 Wagen haben sich am Umzug beteiligt. Quelle: Markus Hartwig
Groß Schneen

Seit Freitag steht Groß Schneen im Zeichen von „Use Kermesse“. Dabei gelingt es den Organisatoren immer wieder, mit ihrem Programm – seien es Teilnehmer oder Besucher auch von außerhalb – alle Altersschichten anzusprechen. Begonnen hat der Spaß am Freitag traditionell mit Veranstaltungen für Kinder im Vorschulalter und einer Dorfrallye für Kinder von sechs bis zwölf Jahren.

1705 markiert den Start von Use Kermesse; seitdem steht jedes Jahr am zweiten Septemberwochenende das Dorf kopf. Organisiert wird das Fest seit den 1970er Jahren von der Groß Schneer Kirmesgemeinschaft, die sich auch für das diesjährige Ereignis einiges hat einfallen lassen.

Und so ist die Groß Schneer Kirmes auch im Jahr 2018 in der Region nicht zu übersehen und zu überhören. Freitag und Sonnabend gehören traditionell dem Kinderspaß und der Einladung der Neubürger ins Festzelt. Beide Abende endeten in einer „Rocknight“ beziehungsweise der Zweiten Groß Schneer Kirmesrevue.

40 Gruppen, 30 Wagen

Am Sonntag dann ein Programmpunkt nach dem anderen. Um 9 Uhr erfolgte das Abholen der Schützenkönige, eine Stunde später begann der Festgottesdienst in der Michaeliskirche mit anschließender Kranzniederlegung am Ehrenmal. Für 11 Uhr war das Antrinken der Kirmes am Thie samt der Proklamation der Schützenkönige vorgesehen. Der große Festumzug setzte sich mit Ziel Festzelt um 14 Uhr in Bewegung. 40 Gruppen, 30 Wagen waren beteiligt. Im Festzelt spielten auch die drei am Umzug beteiligten Musikkapellen Iberg-Musikanten, Schottenrock und Brass & Drum-Band Mingerode bei Kaffee und Kuchen auf.

Die Hauptaktionen könne man am Montag erleben, erklärt Christian Hofmeister, stellvertretender Vorsitzender im Kirmesverein. Das Programm beginnt um 10 Uhr mit dem Kirmesfrühstück, untermalt von Blasmusik der Iberg-Musikanten sowie einem Unterhaltungsprogramm aus Cabaret-Vorführungen sowie der Verleihung des Küttche-Preises. Zur 300. Kirmes ins Leben gerufen, ist er eine feste Größe im Montagmorgen-Programm. Die Auszeichnung ehrt Menschen, die sich um den Ort verdient gemacht haben und durch herkömmliche Würdigungsraster fallen. Als Beispiele: 2005 wurde er verliehen für „freiwillige Müll-Dienste“, und 2013 honorierte der Preis ein besonders großes ehrenamtliches Engagement. 2017 ist er an Annegret Hübener für ihr kirchliches Engagement verliehen worden.

Gespannt auf das Tagesmotto am Montag

Der Montagmorgen wird wieder unter einem bestimmten Motto stehen. 2017 war es das Thema „Urlaub“. Dabei ging es um die Frage, das beste Reiseziel zu finden, und nebenbei Spitzen in Richtung Politik auszuteilen. Auch in diesem Jahr wird sich ein bestimmtes Thema durch den Montag ziehen und dabei das Weltgeschehen humorvoll beleuchten. Das Motto wird allerdings erst am Montagmorgen bekannt gegeben.

Die Groß Schneer Kirmes ist als eine der größten bereits im Bewusstsein. Und sie hat noch eine weitere Besonderheit zu bieten: Ein ungewöhnliches Catering. In diesem Jahr zeichnet „Use Festwirt“ Daniel Raub, einziger mit einem Michelin-Stern ausgezeichneter Koch in der Region, verantwortlich für die kulinarische Versorgung der Gäste. „Die Groß Schneer Kirmes ist nicht irgendeine Kirmes. Sie zieht die Massen an. Weshalb sollten wir uns von ihr fernhalten?“, so Daniel Raub. Er möchte zeigen, dass das Hotel-Restaurant Biewald neben gehobener Küche auch gute Bratwurst, Krakauer und Leberkäsebrötchen servieren kann.

Von Markus Hartwig

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