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Friedland Aufbruch mit dem Bulli
Die Region Friedland Aufbruch mit dem Bulli
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18:20 25.04.2018
Der VW-Bulli – ein Klassiker der Automobilgeschichte. Quelle: Soeren Kracht
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Stockhausen

„Oldtimer und Kirche? Wie geht das zusammen?“, fragt Uwe Doll, Vorstand der Stiftung Aufbruch. „Auch die Kirche läuft und läuft und läuft…  In unseren Familien läuft und läuft und läuft es auch. Und in der Gesellschaft läuft es auch. Aber wie läuft es eigentlich? Gut?“

Nicht immer, meint Doll: „Manchmal ist ein Umbruch nötig, ein Aufbruch, damit es gut weitergeht. Das klappt nicht immer reibungslos – wer möchte nicht an der guten alten Gewohnheit festhalten, weil das Neue vielleicht Angst macht oder mit Veränderungen verbunden ist?“

Der Volkswagen Bulli könnte für diese Gedanken ein Sinnbild sein, meint die Stiftung: „Er sieht inzwischen völlig anders aus, als vor knapp 70 Jahren, als der erste VW-Bus vom Band lief. Aber, er läuft noch immer und hat viele Fans.“ Daher bereitet die Stiftung Aufbruch der Kirchengemeinden Niedernjesa-Stockhausen zusammen mit den „Luftkühlers Göttingen“ eine Oldtimer-Ausstellung vor.

Der VW-Bus, gemeinhin als Bulli bekannt, ist eine Automobil-Legende. Der erste Prototyp wurde 1948, also vor genau 70 Jahren, hergestellt. Ab 1950 lief der Kleintransporter als Serienfahrzeug vom Band. Die erste Generation, leicht erkennbar an der geteilten Frontscheibe und heute zu Oldtimer-Höchstpreisen gehandelt, wurde umgehend ein Verkaufsschlager – auch, weil er in den Karosserieformen Kleinbus, Kastenwagen, Pritschenwagen und Campingbus vielfältig einsetzbar war. Eine unübersehbare Anzahl von Spezialauf- und -umbauten entstanden, als Einsatzfahrzeuge in allen möglichen Bereichen war der Bulli damals dominant.

1967 kam die zweite Generation (T2) auf den Markt – kaum größer, aber mit ungeteilter Frontscheibe deutlich moderner aussehend, dazu mit stärkeren Motoren und verbessertem Fahrwerk.

Der T3, gebaut ab 1979, wartete mit einer erheblich geräumigeren und kantigeren Karosserie auf. Anfangs blieb Volkswagen noch beim Antriebskonzept des luftgekühlten Heckmotors, stellte aber ab 1982 auf Wasserkühlung um. Der T4, die erste Generation mit Frontmotor, kam 1990, der T5 im Jahr 2003. 2015 wurde der bis heute produzierte T6 eingeführt, der jedoch nur eine modifizierte Variante des 5 ist.

Zur Bulli-Ausstellung am Sonnabend, 5. Mai, in Stockhausen gibt es eine Andacht von Pastorin Meike Willing aus Klein Schneen. Außerdem gibt es Livemusik, der Holzbackofen wird an,gefeuert, es gibt frisches Brot, Kuchen und Getränke. Die Veranstaltung auf dem Hof Thiele an der Göttinger Straße beginnt um 15 Uhr.

Von Matthias Heinzel

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