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Friedland Landesbeauftragte für Spätaussiedler in Friedland
Die Region Friedland Landesbeauftragte für Spätaussiedler in Friedland
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17:48 09.08.2018
Editha Westmann, Landesbeauftragte für Spätaussiedler und Heimatvertriebene, spricht bei ihrem Rundgang durch das Grenzdurchgangslager mit Familien aus der Aufnahmeeinrichtung. Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Friedland

Die Ernennung eines Landesbeauftragten für Spätaussiedler ist letztlich ein Resultat der Bildung einer großen Koalition aus SPD und CDU für Niedersachsen. Hatte die Vorgängerregierung aus SPD und Grünen noch auf einen solchen Posten verzichtet, hatte die CDU in den Koalitionsverhandlungen darauf bestanden, einen solchen wieder einzuführen. Den Grund erläutert Westmann: „Die Spätaussiedler sind eine ganz eigene Gruppe mit ganz anderen Eigenschaften und Problemen. Es handelt sich um ganz unterschiedliche Bereiche. Das kann man nicht mit Migranten aus ganz anderen Bereichen vermischen.“ Auch hätten verschiedene Interessenverbände für Spätaussiedler und Heimatvertriebene im Vorfeld den Wunsch geäußert, einen eigenen Ansprechpartner zu haben.

Familienzusammenführung

Eine der Betroffenen, mit der sich Westmann am Donnerstag unterhalten konnte, ist Oksana Nöthe. Sie lebt schon seit fast 20 Jahren in Deutschland – derzeit in Heilbronn. Sie stammt aus Karaganda in Kasachstan und hat einen deutschen Ehemann. Nach Friedland war sie wegen einer großen Familienzusammenführung gekommen: 25 Erwachsene aus ihrer früheren Familie in Kasachstan hatten sich dazu entschlossen, nun doch den Weg nach Deutschland anzutreten und trafen nun in Friedland ein.

Bei ihrem Besuch in Friedland sprach Westmann mit Vertretern der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, den Bundesverwaltungsamts, der Caritas der Inneren Mission und der Friedlandhilfe und ließ sich die Arbeit vor Ort schildern. Außerdem besichtigte sie Unterkünfte und andere Einrichtungen des Grenzdurchgangslagers.

Spätaussiedler größte Gruppe

Derzeit, sagte Heinrich Hörnschemeyer als Leiter des Grenzdurchgangslagers, bildeten die Spätaussiedler die größte Gruppe unter den Ankömmlingen im Lager. Allein in diesem Jahr seien bereits 3500 Menschen gekommen, die meisten aus Kasachstan und der Russischen Föderation. Im vergangenen Jahr seien es insgesamt 7000 gewesen – eine Zahl, die voraussichtlich auch in diesem Jahr wieder erreicht werde. Das seien mehr als in vorangegangenen Jahren. Die Zahl der beiden anderen Gruppen von Ankömmlingen in Friedland – aus humanitären Gründen Schutzberechtigte und Asylbewerber – liege zusammengenommen unter dieser Marke. Für solche Gruppen, erklärte Hannah Hintze, Sprecherin der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, gebe es vorrangig andere Aufnahmestellen.

Von Matthias Heinzel

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