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Friedland Millionen fürs Museum
Die Region Friedland Millionen fürs Museum
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16:48 08.12.2016
Viele Kinder freuten sich über Weihnachtsfeier. Quelle: Mischke
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Friedland

Die Förderung umfasse auch die wissenschaftliche Begleitung der Ausstellung, erklärte Bachmann. Mit den entsprechenden Beschlüssen „wird es keinen Streit mehr geben über Geld für den Weiterbetrieb des Museums“. Zehn Millionen Euro trage der Bund, sagte Manfred Michl, Referatsleiter im Bundesinnenministerium.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD), Hauptredner auf der Weihnachtsfeier, erinnerte an den Dezember vergangenen Jahres, als wegen der massiven Überbelegung des Lagers mit bis zu 3700 Flüchtlingen die Weihnachtsfeier ausfallen musste. Diesmal kamen fast 500 Gäste, die meisten davon Flüchtlinge. Leider habe sich die weltpolitische Lage nicht zum Guten gewendet, sagte Pistorius. Deshalb müsse Deutschland auch in Zukunft mit Flüchtlingen rechnen und sich auf sie einstellen. Der Innenminister wandte sich direkt an die Flüchtlinge im Saal als „Menschen, die alles hinter sich lassen mussten. Hinter allen diesen Menschen steckt eine Geschichte.“

Die neue Heimat sei christlich geprägt, und das Weihnachtsfest könne über die Grenzen der Religionen hinweg auch als verbindener Moment des Innehaltens begriffen werden, meinte Pistorius: „Ich wünsche Ihnen Glück dafür, Ihre neue Zukunft in die Hand zu nehmen.“

Landtags-Vizepräsident Bachmann erinnerte zudem daran, dass ein Drittel aller Bewohner Niedersachsens auf die eine oder andere Weise eine Migrationsgeschichte aufwiesen. Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger vom Bistum Hildesheim führte die Gäste in einige Grundüberzeugungen des Christentums ein. Und erklärte, dass sich Christen in Deutschland um andere Orte des Leids wie Aleppo, Raqqa oder Mosul große Sorgen machten.

Zu Beginn der Weihnachtsfeier hatte Lagerleiter Heinrich Hörnschemeyer seine Gäste darauf vorbereitet, dass es in der Weihnachtszeit als kirchlichem fest ganz selbstverständlich sei, dass auch ein kirchlicher Würdenträger das Wort an die Gäste richtet. Die musikalische Einführung in deutsche Weihnachtskutur auf der Feier im Lager Friedland besorgte das Orchester „Kreuzfidel“ unter der Leitung von Ruth Groth.

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