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Friedland Anbau für 13 Millionen Euro
Die Region Friedland Anbau für 13 Millionen Euro
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00:27 15.03.2018
Museum Friedland. Quelle: Hinzmann
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Friedland

Entstehen soll das Gebäude zwischen dem historischen Bahnhof und dem Grenzdurchgangslager. Es soll als Begegnungsstätte dienen, und eine Brücke zwischen dem Museum und dem Grenzdurchgangslager bilden, heißt es in der Pressemitteilung des Museums. Das Zentrum soll eine Ausstellungsfläche von etwa 800 Quadratmetern bekommen, außerdem sind mehrere Seminar-und Bibliotheksräume geplant. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hofft laut Pressemitteilung auf eine gute Beteiligung der Planungsbüros. „Das große Niveau der Dauerausstellung im historischen Bahnhof sollte ein Anreiz und eine Herausforderung für die Büros werden“, erklärte der Innenminister. Das Museum Friedland wird im niedersächsischen Innenministerium koordiniert.

Die Dauerausstellung im ehemaligen Bahnhof wurde im März 2016 eröffnet und hat den Titel „Fluchtpunkt Friedland“. Dort wird die Geschichte des 1945 eröffneten Grenzdurchgangslager bis heute aus mehreren Blickwinkeln präsentiert. Hierbei stehen insbesondere die Arbeit und Bedeutung des Lagers im Wandel der Zeit im Mittelpunkt. Seit 1945 haben mehr als vier Millionen Menschen das Lager als sogenanntes „Tor zur Freiheit“ passiert. „Im Museum Friedland treffen Geschichte und Gegenwart sowie Lokales und Globales aufeinander. Daher ist es der ideale Ort, sich mit den aktuellen Herausforderungen von Flucht, Migration und Integration zu beschäftigen“, wird Museumsleiter Frank Frühling in der Pressemitteilung zitiert. Für Pistorius ist das Museum bereits jetzt ein großer Erfolg, auf den es aufzubauen gilt, „Die Verknüpfung des Betriebs einer Aufnahmeeinrichtung und eines Museums, dass die Geschichte des Grenzdurchgangslagers Friedland darstellt, ist bundesweit einmalig“, betonte Pistorius. Die Ausstellung begeistere nicht nur die Besucher, sondern trage auch dazu bei, die Themen Migration und Integration erlebbarer zu machen. Der Bau des Zentrums, und die damit verbundene Erweiterung der Dauerausstellung sei ein weiterer wichtiger Schritt, um das gegenseitige Verständnis und die Akzeptanz der vermeintlich Fremden in der Gesellschaft zu stärken.

Johann Schustek, Vertreter des Friedländer Gemeindebürgermeisters, erhofft sich durch den Erweiterungsbau eine Stabilisierung des Standortes sowohl für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als auch für das Museum. Das Bundesamt hat seinen Sitz im Grenzdurchgangslager Friedland „Wir hoffen, dass das Museum eine Bedeutung über die Grenzen Friedlands hinaus bekommen wird“, erklärte Schustek. Zugleich sei das Museum auch ein Pluspunkt für den Bahnhaltepunkt Friedland. Dieser sei dadurch schwerer zu schließen. „Schön wäre es auch, wenn beim Bau später regionale Unternehmen beteiligt wären. Auch wenn dies durch die Vergabekriterien schwer zu erreichen ist“, sagte Schustek. Für Friedlands Ortsbürgermeister Wilfried Henze (CDU) ist das Museum ein guter Publikumsmagnet, von dem auch die örtliche Gastronomie profitieren könnte. „Ich freue mich, dass es weiter geht, und dass die Zusagen vom Land eingehalten werden“, sagte Henze.

Für die Konzipierung der Ausstellung im Neubau wird Joachim Baur zuständig sein, der auch Kurator der Dauerausstellung im historischen Bahnhof ist. Nach seinen Angaben soll der Ausgangspunkt für die Betrachtung der Geschichte stets die Gegenwart sein. Mit der Fertigstellung des Dokumentationszentrums sei etwa zwei Jahre nach Baubeginn zu rechnen.

Von Vera Wölk

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