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Friedland Museum Friedland ausgezeichnet
Die Region Friedland Museum Friedland ausgezeichnet
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00:18 15.05.2017
Kultusministerin Frauke Heiligenstadt im Gespräch mit Schülern, die einen Workshop im Museum absolvieren. Quelle: Christoph Mischke
Friedland

„Lernen findet auch außerhalb von Schule statt, und wo könnte man das besser als hier, wenn es um Einzelbiografien zum Thema Flucht geht“, lobte die Ministerin das Museum und sein Konzept auch für „nachhaltige Bildung“. Seit gut einem Jahr ist das Museum Friedland im alten Bahnhof des Ortes geöffnet - unweit des Aufnahme- und Flüchtlingslagers, das auch als „Tor zur Freiheit“ bekannt ist. Schon jetzt wird die Dauerausstellung über den „Fluchtpunkt Friedland“ überregional beachtet - und von immer mehr Schulen besucht. Eine Ausstellung, die viele persönliche Schicksale beschreibt und in Verbindung mit der heutigen Aufnahme von Flüchtlingen im Durchgangslager in das heutige Zeitgeschehen einbettet.

Von Beginn an sei das Ausstellungskonzept bildungsnah angelegt worden, erklärte der zuständige Leiter der Einrichtung beim niedersächsischen Innenministerium, Frank Frühling. Lehrer aus allgemeinbildenden Schulen, aus Studienseminaren und aus der Erwachsenenbilung hätten sich früh eingebracht. „Wir praktizieren bereits, was Sie uns heute übertragen“, versicherte Frühling der Ministerin - „und doch ist es eine Herausforderung für uns“.

In Niedersachsen gibt es inzwischen gut 50 anerkannte außerschulische Lernorte. An dieses Prädikat sind Bedingungen geknüpft. Unter anderem müsse die Einrichtung ein schlüssiges, museumspädagogisches Konzept für nachhaltige Bildungsangebote vorlegen und gut vernetzt sein mit Schulen und ähnlichen Einrichtungen, erklärte der Museums-Projektleiter Oliver Krüger.

Ein Konzept, das offenbar funktioniert: Parallel zur Auszeichnungsfeier nahmen Zehntklässler der Carl-Friedrich-Gauß-Oberschule in Groß Schneen an einem Workshop im Museum teil. „Das ist hier gut gemacht“, sagte der 16-jährige Nils Waase und zeigte sich besonders beeindruckt von einem Videofilm über NS-Gräueltaten an Zivilisten in Rußland während des Zweiten Weltkrieges. Sein Mitschüler Jonas Fricke (15) war vor allem überrascht darüber, „wie viele Menschen seit dem Krieg auf der Flucht waren und sind“.

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