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Friedland Boris Pistorius besucht Weihnachtsfeier in Friedland
Die Region Friedland Boris Pistorius besucht Weihnachtsfeier in Friedland
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19:25 19.12.2018
Minister Pistorius und Bischof Wilmer (l.) übergeben Geschenke bei der Weihnachtsfeier in Friedland. Quelle: Niklas Richter
Friedland

Pistorius dankte allen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern für ihr besonderes Engagement. Ohne ihren Einsatz wäre das Ankommen so vieler Menschen hier in Deutschland nicht möglich. Friedland sei ein Ort der Zuversicht, er stehe „für die Hoffnung auf eine bessere Zukunft und auf neue Perspektiven in ihrem Leben“, wandte sich der Innenminister an die Spätaussiedler und Geflüchteten.

Viele hätten ein Jahr voller Leid und Not, zum Teil eine gefährliche Flucht hinter sich. Hier in Deutschland hätten sie nun die Möglichkeit in Ruhe anzukommen und sich auf die Dinge zu besinnen, die wirklich wichtig sind, vor allem die Familie und Sicherheit. „Hier können Sie sich alle sicher und gut aufgehoben fühlen“, so der Innenminister.

Innenminister Pistorius verteilt Geschenke

Pistorius erwähnte, dass mit rund 500 Bewohnern momentan sehr viel weniger Menschen im Grenzdurchgangslager wohnten, als beispielsweise im Jahr 2015. Trotzdem gebe es auch immer wieder einmal Konflikte unter den Bewohnern. Niedersachsen habe deshalb für alle Flüchtlingsunterkünfte ein Gewaltschutzkonzept entwickelt. Dieses Konzept werde auch mit dem Kinderhilfswerk Unicef abgestimmt. Die Unicef bezeichne Niedersachsen in Sachen Gewaltschutz als Vorzeigeland.

Dank an die Kursbetreuer

Auch den Lehrkäften und Kursbetreuern dankte Pistorius für ihren Einsatz. Sie gäben den ankommenden Menschen das notwendige Rüstzeug mit für die erste Orientierung im neuen Land. Das sei ein Signal an die Menschen, willkommen zu sein.

Bischof Wilmer, der zum ersten Mal in seinem neuen Amt als Hildesheimer Bischof bei der Weihnachtsfeier in Friedland dabei, sprach von den Sehnsüchten, die er mit Weihnachten verbinde: die Sehnsucht nach Geborgenheit, Gemeinsamkeit und nach Freiraum. Diese Sehnsüchte seien allen Menschen eigen, egal welcher Herkunft und welcher Religion sie seien. Und ihnen könnten die Menschen trauen und sie sollten sie ernst nehmen, sagte Wilmer. „Mein Weihnachtswunsch für sie alle ist, dass sie ihren Sehnsüchten treu bleiben und dies im Vertrauen auf Gott tun“, sagte der Bischof .

Der Nikolaus bringt Geschenke

Frank Oesterhelweg (CDU), Vizepräsident des Niedersächsischen Landtages, nannte das Lager in Friedland einen bedeutenden Ort in unserer Geschichte. Er zeigte sich auch beeindruckt vom Museum in Friedland.

Nach den Grußworten wurde es für die Kinder spannend. Zunächst ging der Nikolaus durch die Reihen und ließ sich von einigen Kindern ein Gedicht vortragen. Der zehnjährige Pascal aus Ruanda zeigte sich gut vorbereitet und sprach von Kerzenschein und Plätzchenduft. Auch Benita aus Mosambik beeindruckte den Nikolaus mit einem Gedicht über Menschen, die sich in der Weihnachtszeit die Hand reichen.

Danach sang ein Chor aus Helfern, Mitarbeitern und Kindern der Bewohner das Lied vom „ aufstehn, aufeinander zugehn, voneinander lernen, miteinander umzugehn“. Großes Gedränge gab es dann zum Schluss der Veranstaltung, als der Nikolaus zusammen mit Innenminister Pistorius und Bischof Wilmer die Geschenke vom großen lila Schlitten verteilte. Die meisten Kinder nahmen ihre Schätze erst einmal mit, um sie in Ruhe auspacken zu können. Bälle, Autos, Spiele und Kuscheltiere sollen in den Päckchen gewesen sein.

Von Christiane Böhm

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