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Friedland Workcamp im Obstgarten
Die Region Friedland Workcamp im Obstgarten
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00:17 14.08.2016
Cecile aus Schweiz beim Anmalen des Wagons im Gemeinschaftsgarten.foto: Pförtner Quelle: Swen Pförtner
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Friedland

„Ich komme aus Göttingen, kenne den Ort und die Situation - ich dachte wir können hier ein neues Projekt aufbauen“, sagt Leonardo Pape, der damit auf das Grenzdurchgangslager in Friedland anspielt.

Leonardo Pape Quelle: Pförtner

Die entscheidenden Kontakte zum Friedländer Museum, den Caritas und Heidrun Mitze, der Initiatorin des Gemeinschaftsgartens, entstanden im März während der Eröffnung des Museums.

Heidrun Mitze Quelle: Pförtner

Mitze, die durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Kleiderkammer der Caritas die Lage der Flüchtlinge einzuschätzen weiß, sagt: „Sie sind ein wenig orientierungslos, und ich habe gehofft, dass man einen Ort schaffen kann, an dem sie sich sicherer fühlen und an dem sie sich beschäftigen und in Kontakt treten können.“

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Der Service Civil International (SCI) organisiert noch bis Sonntag, 14. August, ein internationales „Workcamp“ für Freiwillige in Friedland. Seit Ende Juni arbeiten 13 Menschen aus sieben verschiedenen Ländern zusammen mit Flüchtlingen in einem Bio-Obstgarten.

Auf Mitzes Bitte hin stellen die Besitzer den Bio-Obstgarten zur Verfügung. Während des Camps wurden unter anderem Kräuterspiralen angelegt, Rhabarberpflanzen freigelegt, Beerensträucher gesäubert und ein Komposthaufen angebaut. Der Caritas hilft unterdessen bei der Umsetzung von Bastel- und Malworkshops, stellt Materialien zur Verfügung und macht Flüchtlinge auf das Angebot aufmerksam. Das Museum Friedland dient den Teilnehmern während des Camps als „Ressource“.

Freiwillige aus Europa zu Gast in Friedland: Carlo Fulghesu Quelle: Swen Pförtner

„Wir haben Workshops mit den Flüchtlingen zusammen - klären über Migration auf“, sagt Mitorganisator Carlo Fulghesu aus Italien.

„Wir waren uns nicht sicher, ob wir das alles schaffen“, erzählt Pape. Mittlerweile seien alle überrascht, wie gut es funktioniere. Einzig der Wunsch von Heidrun Mitze nach mehr Beteiligung von den Einwohnern Friedlands ist noch offen: „Wir möchten die Bevölkerung Friedlands gerne mit einbeziehen, das ist ganz wichtig auch als Grundlage für die spätere Integration der Menschen.“ Ein Großteil der Einwohner sehe die Flüchtlinge „bisher nur an ihrem Gartenzaun vorbeigehen“.

Noch bis Sonntag arbeitet die internationale Freiwilligengruppe mit den Flüchtlingen zusammen. Die Gruppe stellt am Sonnabend, 13. August, um 19 Uhr die Ergebnisse des Camps auf einer Abschlussveranstaltung im Foyer des Museums Friedland vor.

Von Yannick Höppner

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