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Friedland ... und mit jedem Zug Neuankömmlinge
Die Region Friedland ... und mit jedem Zug Neuankömmlinge
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00:17 22.06.2016
Quelle: CH
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Friedland

Beim ersten Mal ist alles noch improvisiert. "Aber wir wollten den Weltflüchtlingstag nutzen", sagt Birga Meyer, die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums. Ein Sommerfest sollte Bewohner des Lagers und die Menschen der Region zusammen bringen. Zugleich standen die Türen des Museums offen. Mehr als 200 Besucher nutzten das und schauten sich die Ausstellung an, während wenige Schritte weiter im Lager gefeiert wurde.

Es mögen, über den Tag verteilt, 500 Besucher gewesen sein, rechnet Eva Völker, die Pressesprecherin, vor. Zusammen mit Bewohnern feierten sie zwischen Sozialgebäude und Nissenhütte. "Wie eine Hochzeit bei uns", kennzeichnete eine der Frauen aus dem Lager das Geschehen: Musikanten spielten Laute und Hirtenflöte, Gäste tanzten spontan, das Essen, zubereitet vom Café Botanik in Göttingen war schnell verzehrt. 

Einen Etat hat das Fest noch nicht. Die Stiftung, die Derartiges dereinst finanzieren soll, steht noch nicht. Es soll aber künftig jährlich ein Sommerfest, ausgerichtet vom Museumsteam, geben.

Unterdessen ging unbemerkt von den Feiernden der Betrieb weiter. Dem Cantus entstieg - wie täglich und fast jedem Zug - eine junge Familie mit zwei Kindern. Ihre schweren Koffer schleppten sie ins Lager. Dort meldeten sie sich an - in deutscher Sprache. "Oma sprach noch Deutsch", sagt die junge Frau, die mit Mann und Kindern am Sonnabendmorgen jenseits des Ural aufgebrochen ist in die neue Heimat. Spätaussiedler im Tor zur Freiheit vor ihrem neuen Leben.

Die Gemeinde Friedland hat ihre Satzung zur Aufwandsentschädigung für Funktionsträger der Feuerwehren überarbeitet und die Sätze angehoben. Bisher beträgt der Etat dafür rund 18.000 Euro im Jahr. Nach dem neuen Entwurf werden es jährlich 2.400 Euro mehr sein.

21.06.2016

Das Museum Friedland veranstaltet zum Weltflüchtlingstag ein Sommerfest im benachbarten Grenzdurchgangslager. Am Sonntag, 19. Juni, bieten Künstler, die aus Syrien und dem Irak nach Deutschland geflohen sind, von 14 bis 18 Uhr ein vielfältiges kulturelles Programm. "Gemeinsam mit unseren Nachbarn, den Geflüchteten, wollen wir hier Willkommenskultur leben", sagte Museums-Kurator Joachim Baur am Dienstag.

18.06.2016

Neben Rippchen und Wasserbüffel-Buletten gibt es künftig auch frische Eier direkt vom Hof. Bei Wollenwebers, seit 114 Jahren in vierter Generation Gast- und Landwirte, haben 200 Hennen ihren Dienst aufgenommen. Sie leben in einem fahrbaren Stall aus Eigenkonstruktion und wurden beim Tag des offenen Hofes von hunderten Gästen bestaunt.

15.06.2016
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