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Friedland Sternekoch als Kirmeswirt
Die Region Friedland Sternekoch als Kirmeswirt
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08:57 02.02.2018
Daniel Raub (2.v.l) bewirtet in diesem Jahr die Kirmes in Groß Schneen hier: Ralf Kleinhans (Krombacher-Brauerei), Daniel Raub, Christian Lange, Tobias Böning, Karin Raub und Werner Hübener stoßen an. Quelle: Peter Heller
Friedland/ Groß Schneen

Eine Sternekoch, der Kirmesgäste bewirtet: Damit ist die Kirmes in Groß Schneen nicht nur eine der größten der Region sondern vermutlich auch weit und breit die, mit dem ungewöhnlichsten Catering. In diesem Jahr sorgt Daniel Raub, einziger mit einem Michelin-Stern ausgezeichneter Koch in der Region, für die Versorgung der Gäste. „Wir wollen den Gästen zeigen, dass wir auch gute Bratwurst können, nicht nur gehobene Gastronomie”, sagt Raub.

„Zum 314. Mal wird in diesem Jahr die Kirmes ausgerichtet”, sagt Werner Hübener, Vorsitzender der Kirmesgemeinschaft. Dieser Verein organisiert die Veranstaltung seit den 70er Jahren. „Alle Groß Schneer Vereine machen bei uns mit”, so Christian Lange vom Verein. Hübener ist einer der Gründungsmitglieder der Kirmesgemeinschaft und er ist ein kleines bisschen stolz darauf, dass sich auch viele junge Leute aus dem Ort - wie Tobias Böning - für das Fest engagieren. Groß Schneen hat 1700 Einwohner. Zur Kirmes kommen jedes Jahr mehr als 4500 Gäste um an einer der Veranstaltungen teilzunehmen. „Vielleicht schaffen wir ja in diesem Jahr die 5000”, sagt Raub. Dabei ist er gar kein Groß Schneer. „Wir sind doch alle Friedland”, sagt der Sternekoch und lacht. Raub hat früher selbst kräftig auf der Kirmes mitgefeiert, seine Mutter Karin, mit der er gemeinsam das Landhaus Biewald betreibt, erinnert sich an Frühstück im vergangenen Jahr. „Ich war bis zum Nachmittag dort”, sagt sie.

Programm der Kirmes in Groß Schneen steht weitgehend

Das Programm der diesjährigen Kirmes steht weitgehend, so die Organisatoren. Wieder solle aus „Use Kermesse” vier Tag lang rund gehen, gefeiert wird, wie immer, rund um das zweite Wochenende im September. Auftakt ist am Freitag, 7. September, mit “Kinderspaß im Kirmeszelt”, einer Dorfrallye für Kinder und natürlich am Abend die Rocknight. Am Sonnabend dann steht nach dem „Einladen” der Dorfbewohner (Mit den Iberg-Musikanten) die Groß Schneer Kirmesrevue auf dem Programm. „Wer dabei noch mitmachen möchte kann sich gerne bei uns melden”, sagt Lange. Einige Auftritte stünden aber bereits fest.

Im Herbst haben die Organisatoren während einer „Klausur” das Programm aufgestellt, die Bands gebucht und sich ein Motto für das Kirmesfrühstück am Montag überlegt. „Das wird aber immer bis zum Montag geheim gehalten”, sagt Hübener. Urlaub und Weihnachten waren bereits Themen beim Kirmesfrühstück. Während der Klausur fiel auch die Entscheidung, die Familie Raub für die Kirmes zu gewinnen. Lange, bevor Raub sich einen Stern erkochte, hatte das damalige Gasthaus Biewald bereits die Kirmes bestückt. „Das ist aber zehn Jahre her”, sagt Karin Raub. Ihr Sohn möchte die Gäste „ganz klassisch” bewirten, die Preise stabil halten. „Ich habe aber schon den Anspruch, dass es gut wird”, sagt er. Vor allem bei Service und Personal will er punkten, Bier von der Krombacher, Frühstückswurst von Wulff, da bleibe aber alles beim Alten. „Vielleicht bieten wir ja mal zusätzlich ein süßes Frühstück an”, meint Raub.

Erfolgreiches Konzept der Kirmes in Groß Schneen

Vieles steht fest, einiges ist noch in Planung. Fest steht, dass das Konzept der Kirmes seit vielen Jahren ein Erfolg ist. Das „Groß Schneer Modell”, so erklärt Hübener, hätten bereits Vereine aus vielen anderen Orten erfragt und umgesetzt. Zum einen die Aufgabenverteilung - alle Vereine machen mit - und auch das Programm, dass „aus der Bevölkerung heraus” komme, hätten sich bewährt. „Wir hatten schon überlegt, ob wir das patentieren lassen sollen”, so Hübener.

Von Britta Bielefeld

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