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Friedland Freilandfläche dringend gesucht
Die Region Friedland Freilandfläche dringend gesucht
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21:51 06.06.2017
Dorfgarten sucht neue Fläche: Manja Kunzmann, Manfrede Kahle (r.) und Simon Arbach bei der Arbeit. Quelle: Peter Heller
Hebenshausen

Den Hebenshäuser Dorfgarten gibt es seit 2013. Auf etwa zwei Hektar Land in und bei Hebenshausen bauen derzeit vier Gärtner etwa 100 Gemüsesorten nach ökologischen Kriterien an. Saisonales Gemüse wird auf den Feldern und auf zwei überdachten Flächen umweltschonend und nachhaltig gepflanzt und geerntet.

Fläche zu klein für Bedarf

Verteilt wird es an die 120 Vereinsmitglieder. Dabei arbeitet der Verein nach dem Prinzip der solidarischen Landwirtschaft: Die Verbraucher geben eine Abnahmegarantie und erhalten im Gegenzug einen Anteil der Ernte und einen Einblick und Einfluss auf die Produktion. Dafür zahlen sie einen monatlichen Vereinsbeitrag.

Eine 1,5 Hektar große Freilandfläche, verteilt auf vier Einzelstücke sowie einen Folientunnel und ein Kalt-Gewächshaus bewirtschaften die Gärtner. Ein Einzelstück im Freien befindet sich auf Bauerwartungsland. „Diese größere Fläche wird ab Herbst vom Eigentümer selbst genutzt. Dadurch steht sie uns nicht mehr zur Verfügung“, sagt Manfred Kahle, einer der Gärtner. Wenn dieses Stück Land wegfällt und kein Ersatz gefunden wird, sei die Anbaufläche zu klein, um den Gemüsebedarf der Mitglieder zu decken und ökologisch arbeiten zu können. „Daher muss dringend eine neue Fläche her“, fügt der Gärtner Simon Arbach hinzu.

Die Suche nach einer neuen Anbaufläche habe sich bisher sehr schwierig gestaltet, sagt Manja Kunzmann, Gärtnerin im Dorfgarten. „Wir haben schon eine Menge Klinken geputzt. Aber bisher hatten wir keinen Erfolg“, so Kunzmann.

In zwei bis drei Kilometern Umkreis

Die neue Freilandfläche sollte ein bis fünf Hektar groß sein und in der Nähe der Betriebsstätte in Hebenshausen liegen, wünscht sich Arbach. Eine gewisse Größe sei wichtig, damit die Gärtner mit Maschinen, wie einem Traktor, einer Pflanzmaschine und einem Pfluggerät arbeiten können.

„Für uns wäre es am besten, wenn die neue Fläche im Umkreis von zwei bis drei Kilometern von Hebenshausen liegt, weil wir jeden Tag hinfahren, manchmal auch zwei oder drei mal täglich“, erklärt Arbach. „Außerdem sollte sie uns dauerhaft zugesagt werden. Am besten in einem Zeitrahmen von mehr als zehn Jahren“, ergänzt Kahle, denn so könne bodenschonend und nachhaltig gearbeitet werden. Der Verein sei sowohl an einer Pacht als auch an einem Kauf der neuen Fläche interessiert. Wer von Flächen weiß oder welche hat, kann sich bei Simon Arbach per E-Mail an kontakt@dorfgarten.org oder unter Telefon 0 55 04 / 2 22 97 98 melden.

Von Alisa Altrock

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