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Friedland Zwei Sonderausstellungen ab Herbst
Die Region Friedland Zwei Sonderausstellungen ab Herbst
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00:19 16.07.2018
Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit" Quelle: Bernard Marks
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Friedland/Göttingen

„Die Ausstellung wird somit in Göttingen bleiben“, heißt es in einer Mitteilung von Koordinatorin Sabine Schlachter. Der Beauftragte des Ministeriums für das Museum Friedland Frank Frühling erklärte in einem Schreiben an Kreisrätin Christel Wemheuer (Grüne), dass der Landtag 2006 einstimmig beschlossen habe, dass in Friedland ein zeitgeschichtliches Museum zu den Themen Flucht, Vertreibung, Migration und Integration entstehen soll. Entscheidender Leitfaden für die inhaltlichen Planungen beim Aufbau des Museums sei die Verzahnung von historischer Betrachtung und aktuellen Herausforderungen des Grenzdurchgangslagers Friedland gewesen. Aus der Geschichte des Lagers gelte es, die Herausforderungen von Flucht und Zuwanderung besser zu verstehen. Deshalb solle sich im Museum Friedland erst einmal auf diese Kernaufgabe konzentriert werden.

Ausstellung in der Sommerpause

Die Zwangsarbeiterausstellung, die damit weiterhin an ihrem jetzigen Standort an der BBS 2 in Göttingen bleiben wird, kann von Einzelbesuchern von Montag, 16. Juli, bis einschließlich Freitag, 17. August, nicht besichtigt werden. In dieser Zeit ist nach Angaben von Schlachter Sommerpause. Allerdings sei es für Gruppen dennoch möglich, die Ausstellung zu besuchen, hierzu sei aber eine Voranmeldung notwendig. Nach der Sommerpause werden zudem bis Januar kommenden Jahres zwei Sonderausstellungen in den Räumen der Zwangsarbeiterausstellung in der BBS 2 gezeigt. Als Sonderausstellung wird zunächst die Wanderausstellung „45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma“ vom Dokumentations- und Kulturzentrum deutscher Sinti und Roma in Heidelberg zu sehen sein. Beginn der Sonderausstellung ist am Sonntag, 19. August. Die Ausstellung wird bis zum 26. Oktober in Göttingen bleiben. Laut Schlachter soll es parallel zur Sonderausstellung ein Programm in Zusammenarbeit mit den Machern der Ausstellung und dem Roma-Center Göttingen geben.

Verlängerung der Öffnungszeiten

Ab Sonnabend, 10. November, soll zudem die bereits für vergangenen Herbst geplante luxemburgische Sonderausstellung „Spott dem Naziregime“ gezeigt werden. Diese vom „Musée national de la Résistance Esch-sur-Alzette“ konzipierte Ausstellung sei zweisprachig (französisch/deutsch) und zeige Karikaturen gegen das Naziregime in Luxemburg, vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch zu dieser Ausstellung, die bis zum 30. Januar 2019 in Göttingen zu Gast sein soll, sei ein Begleitprogramm geplant.

In der Zeit der beiden Sonderausstellungen sei die Zwangsarbeiterausstellung nicht nur an jedem ersten Sonntag des Monats, sondern zusätzlich auch an jedem dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Verantwortlichen der Zwangsarbeiterhausstellung wollen den Interessierten, die in der Woche keine Zeit haben die Ausstellung zu besuchen mehr Möglichkeiten geben, an denen sie die Ausstellung sowie die Sonderausstellungen besichtigen können.

Von Vera Wölk

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