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Gieboldehausen Eine andere Perspektive
Die Region Gieboldehausen Eine andere Perspektive
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00:17 31.10.2016
Rund 3.500 Menschen kamen zu der Großen Wallfahrt auf den Höherberg bei Wollbrandshausen. Quelle: Richter
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Gieboldehausen

„Wallfahrtsorte auf Bergen sorgen für eine ganz andere Perspektive“, so Kaminski. Und das meint er für den Höherberg bei Wollbrandshausen nicht nur optisch wegen der guten Sicht zum Harz, ins Obereichsfeld, nach Wulften und Göttingen. „Der Höherberg weitet wirklich den Blick.“ Der Berg habe eine Ausstrahlung, die die Leute miteinander verbinde. „Vor allem steht die Begegnung der Menschen im Mittelpunkt.“ Dort oben würden nicht nur oberflächliche Gespräche geführt. „Manche Menschen sind bereit sich in dieser Atmosphäre etwas mehr zu öffnen und erzählen von Krankheit und Leid. Für uns als Kirche ist der Höherberg ein ganz großer Pluspunkt für die Pastoral, wo man die Menschen erreicht“, sagte der Pfarrer. Aber das wisse auch die Gemeinde zu schätzen. „Viele Ehrenamtliche kümmern sich um die Pflege und Reinigung der Kapelle und des Außengeländes, um Blumenschmuck sowie den Auf- und Abbau.

Auch für Kaminski sind die Wallfahrten an der Kapelle zu den vierzehn heiligen Nothelfern kein Alltag. „Eine Wallfahrtspredigt ist immer etwas anderes als eine normale Predigt“, erläuterte er. Die Menschen wollen etwas mitnehmen. Und die Zahl der Zuhörer wuchs in den vergangenen Jahren kontinuierlich. Allein 3500 nahmen an der großen Wallfahrt teil. Dabei sei auch der zweite Tag mit 1000 Menschen bei der Abendmesse der Frauenverbände äußerst gut besucht. Die andere große Wallfahrt ist die an Maria Himmelfahrt. „Die Feuerwehr hat rund 1000 Autos und fünf Busse gezählt“, berichtete Kaminski, „und das an einem Werktag.“ Die Messe mit der anschließenden Lichterprozession habe ein Ausstrahlung nach ganz Norddeutschland. Die Pfarrgemeinde aus Hollage bei Osnabrück komme seit vier Jahren, andere reisten sogar aus Schleswig-Holstein an. Und an den Sonntagsmessen nahmen im Schnitt 200 Gläubige teil, machten hinterher sogar ein Picknick unter den Bäumen.

Abschließend sagte Kaminski, dass sich der Höherberg zu einem wichtigen Ort für das Bistum Hildesheim entwickelt habe: „Der Höherberg macht den Christen Mut und tut ihnen gut.“

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