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Gieboldehausen Achtung: Wildtiere unterwegs
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00:22 19.04.2019
357 Wildunfälle sind im Jahr 2018 im Bereich des Polizeikommissariats Duderstadt verzeichnet worden. Quelle: Anja Reyer (Quelle: Polizei)
Duderstadt

„Das schöne Wetter bringt auch die Tiere auf die Läufe“, sagt Guido Schwarze, besonderer Vertreter des Kreisjägermeisters bei der Jägerschaft Duderstadt. Die Tiere würden in dieser Zeit vitaler und manchmal auch etwas unvorsichtiger Doch auch die Zeitumstellung Ende März trage vermutlich einen Teil dazu bei, dass die Zahlen angestiegen sind. „Es gibt dann immer einen Punkt, wenn der Berufsverkehr die Dämmerungszeit durchschneidet“, erklärt Schwarze. Das Wild habe oft feste Zeiten. Der Mensch würde seine Zeit wechseln.

Besondere Schwerpunkte für Unfälle mit Wild gebe es im Bereich des Polizeikommissariats Duderstadt nicht, hatte Kommissariatsleiter Karl-Hubert Wüstefeld bei der Präsentation der Unfallstatistik 2018 erklärt. „Die Unfallstellen verteilen sich über den gesamten Zuständigkeitsbereich“, betonte Polizeihauptkommissar Christian Borchard, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes. Allerdings sei die Zahl der Wildunfälle im vergangenen Jahr etwas gestiegen von 338 in 2016 und 2017 auf 357.

Tiere sind im Dunkeln schwer zu erkennen

Die problematischste Zeit sei die Dämmerung, erklärt Schwarze. Aber auch in der Nacht sei immer Aufmerksamkeit geboten, weil die Tiere im Dunkeln nicht frühzeitig zu sehen seien. Auch im April haben sich die Unfälle morgens zwischen 5 und 6.30 Uhr sowie abends in der Zeit von 17.30 bis 21 Uhr ereignet, wie Borchard erzählt. Sein Ratschlag: „Fuß vom Gas in der Dämmerung.“

357 Wildunfälle sind im Jahr 2018 im Bereich des Polizeikommissariats Duderstadt verzeichnet worden. Quelle: Anja Reyer (Quelle: Polizei)

Schwarze empfiehlt, dass Autofahrer das Auge nicht nur auf die Straße richten, sondern auch neben der Straße schauen. Im Dunkeln seien so eventuell die angestrahlten Augen der Tiere zu sehen. „Den echten Wildunfall kann man nur verhindern, wenn man das Tier frühzeitig auf die Straße zulaufen sieht“, sagt Schwarze. Autofahrer sollten auch immer bedenken, dass Rehe zum Beispiel nicht allein unterwegs sind. „Wenn ein Tier über die Straße gelaufen ist, kommt mindestens noch ein zweites hinterher“, erläutert der Jäger. Manchmal wechsele das Tier aber auch zurück auf die Seite, von der es gekommen sei.

Aufmerksam und bremsbereit sein

„So lange Wild in der Nähe ist, ist Gefahr“, sagt Schwarze. Die Gefahr sei allerdings größer, wenn der Verkehrsteilnehmer nicht weit in die Fläche schauen könne, also in Waldgebieten. Deshalb sei es ratsam, aufmerksam und bremsbereit zu sein. Wenn ein Tier auf der Straße sei, sollten Verkehrsteilnehmer hupen und abblenden. Und sollten sie bremsen müssen, dann sollten sie nicht versuchen auszuweichen, um nicht andere zu gefährden.

Um die Gefahren von Wildunfällen zu verdeutlichen, verweist Schwarze auf den Flyer „Besser langsam als Wild“, herausgegeben vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR), dem Deutschen Jagdverband (DJV) und dem ADAC. Im Flyer werde unter anderem das Aufprallgewicht von Wildtiere bei 60 Stundenkilometern verglichen. So wirke bei einem Zusammenstoß mit einem Rehbock mit 0,8 Tonnen das Gewicht eines Rindes auf das Auto ein. Ein Wildschwein habe beim Aufprall mit 3,5 Tonnen die Masse eines Nashorns.

Von Rüdiger Franke

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