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Gieboldehausen Angelsportverein Obernfeld feiert sein 50-jähriges Bestehen
Die Region Gieboldehausen Angelsportverein Obernfeld feiert sein 50-jähriges Bestehen
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17:23 15.08.2018
Nicolas Maretschke Quelle: Michael Caspar
Obernfeld

14 Jahre war der heutige Vorsitzende alt, als ihn sein Onkel das erste Mal zum Angeln mitnahm. Ein „Highlight“ sei das gewesen, erinnert sich Maretschke, der nie gerne Fußball gespielt hat. Immer wieder sei er mitgekommen. In der Morgen- und der Abenddämmerung hätten sie die Leinen ausgeworfen. Beim stillen Sitzen in der Natur ließen sich die Vögel, etwa Reiher und Kormorane beim Fischen, beobachten. Auch Rehe und Waschbären gebe es zu sehen. „Wunderbar entspannend“ sei das.

„Der Fang, wenn denn etwas am Haken hängt, wird zuhause verwertet, mal geräuchert, mal gegrillt“, sagt Maretschke. 300 bis 500 Gramm seien die Tiere groß, die sich in den Gewässern des Obernfelder Vereins fangen ließen. Er habe mal aus der Hahle eine 2,5 Kilogramm schwere Bachforelle herausgeholt. „Seltenheitswert“ habe das allerdings.

Ansprache von Jugendlichen schwieriger

„Mit 16 Jahren habe ich den Angelschein gemacht“, erzählt der Vorsitzende. Mit Fisch- und Gewässer-, Geräte- und Gesetzeskunde habe er sich damals befassen müssen. Er habe den Zusammenbau einer Rute und das waidgerechte Töten der Tiere gelernt. Einige Gleichaltrige hätten damals ebenfalls die Prüfung bestanden. Heute sei die Ansprache von Jugendlichen schwieriger. Mit der „Digitalisierung“ hätte das zu tun, vermutet Maretschke. Die Teenager säßen heute lieber vor ihrer Playstation als draußen in der Natur, sei seine Erfahrung.

„Unser Verein kümmert sich um zwei Teiche im Wald“, sagt der Vorsitzende. Dort würden sie regelmäßig den Rasen mähen. Eine Parkanlage sei es allerdings nicht. Obernfelder kämen am Wochenende oft mit kleinen Kindern vorbei. Sie fütterten die großen Karpfen mit alten Brötchen. Außerdem schwämmen Schleien und Weißfische im Wasser. Enten schleppten den Laich aus anderen Seen ein. Es sei erstaunlich, was alles in den Teichen lebe. Mit dem artenreichen Seeburger See ließen sie sich jedoch nicht vergleichen. Dort gediehen auch Raubfische wie Hecht und Zander.

„Unser Verein nutzt zudem drei Fließgewässer: Hahle, Nathe und Mühlengraben“, sagt Maretschke. Dort ließen sich Forellen, Aale und vereinzelt auch mal Barsche fangen. Übermäßig befischt würden die Vereinsgewässer nicht. Nur die Hälfte der Mitglieder sei aktiv. Auch er setze manchmal aus. Im Sommer zum Beispiel helfe er neben dem Beruf in der Landwirtschaft aus. Da habe er abends keine Lust mehr, noch zwei, drei Stunden angeln zu gehen.

Zahl der Mitglieder seit Jahren konstant

„Nachwuchsprobleme hat unser Verein, in dem noch die Gründungsmitglieder Vinzenz Bock, Lothar Gassmann und Hermann Müller aktiv sind, nicht“, betont Maretschke. Seit zehn Jahren sei die Zahl der Mitglieder konstant. Angesichts von 1000 Einwohnern sei der Verein vergleichsweise klein. Das Angeln sei wie die Jagd kein Breitensport. Das Jubiläumsfest betrachtete der Verein auch als Werbung.

„Teuer ist das Hobby nicht“, meint der Vorsitzende. Eine anständige Rute gebe es bereits für 20 Euro. Natürlich gebe es auch Modelle für mehrere 100 Euro. Es zolle ihm Respekt ab, was manche an Ausrüstung mitbringen würden. Er selbst habe sich seine Ausrüstung immer zu Weihnachten schenken lassen. Dass er in jungen Jahren Vorsitzender geworden sei, habe er nicht geplant. Zunächst sei nur vom Posten des zweiten Vorsitzenden die Rede gewesen. Doch dann habe sein Vorgänger nach einem Jahr den Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt.

Von MIchael Caspar

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