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Gieboldehausen Basketball von Profis lernen
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00:18 16.11.2017
Ein Profi zum Anfassen: Joanic Grüttner Bacoul stand im Mittelpunkt des Unterrichts Quelle: Peter Heller
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Obernfeld

„Ich bin irgendwie ein Naturtalent“, stellte der völlig verschwitzte Viertklässler Hagen nach der Trainingseinheit fest. Zuvor hatten er und seine Mitschüler zwei Schulstunden lang Pässe, dribbeln und Korbwürfe trainiert - unter Anleitung von BG-Jugendtrainer Andreas Scheede und BG-Profi Joanic Grüttner Bacoul. Sie feuerten die Schüler immer wieder an: „Sehr gut, sehr gut“, hieß es auch über manche Korbleger, die diese Bezeichnung eigentlich nicht verdienten.

Zugang zum Thema Basketball

„Der Spaß steht im Vordergrund“, erklärt Scheede das. Ihm ist vor allem wichtig, dass am Ende des Trainings jedes Kind mal den Korb getroffen hat. Schließlich gehe es nicht um Talentsichtungen, so Scheede. Er hoffe, so den Kindern einen Zugang zum Basketball zu ermöglichen, denn letztendlich sei die Sportart immer noch weit weniger in den Medien präsent als beispielsweise Fußball.

Dass in Göttingen professionell Basketball gespielt wird, hat sich allerdings bei den Viertklässlern rumgesprochen, weshalb Grüttner Bacoul sich vor Bitten um Autogramme und neugierigen Fragen kaum retten konnte. Wobei das hohe Trainingspensum die Schüler genauso sehr erstaunte wie die Tatsache, dass es für Profi-Basketballer keine Mindestgröße gibt. Nur bei einer Antwort auf die Frage, warum die BG zuletzt oft verloren hat, tat sich Grüttner Bacoul eher schwer.

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Obernfelder Grundschüler treffen BG-Spieler

Wie er selbst zum Profi wurde, war für die Viertklässler ebenfalls spannend: Grüttner Bacoul, der in Berlin aufgewachsen ist, bekannte, zunächst lieber Fußball gespielt zu haben. Im Alter von zehn Jahren habe er auf Rat seiner Mutter mit Basketball angefangen - keinesfalls zu spät, wie Grüttner Bacoul den Schülern gegenüber betonte. So habe der deutsch-amerikanische Superstar Dirk Nowitzki zum Beispiel erst im Alter von 14 Jahren erstmals zum Basketball gegriffen. Profi-Ambitionen legten die jungen Obernfelder allerdings nicht an den Tag - sie betreiben eigenen Aussagen zufolge lieber Fußball als Mannschaftssportart. Oder -in Obernfelder Tradition- Radball.

Basketball ist „cool“

Trotzdem hat sich Basketball als Freizeit-Vertreib in Obernfeld ein Stück weit etabliert: Nach Angaben von Sportlehrerin Alexandra Gießmann wird der Basketballkorb auf dem Schulhof nachmittags regelmäßig genutzt. Und auch bei den jüngsten Unterrichtseinheiten zum Thema Basketball seien viele Schüler hochmotiviert gewesen, sagte Gießmann. Tatsächlich hörte man von den Schülern kein negatives Wort: „Ganz schön cool“, lautete stattdessen nicht nur das Urteil von Felix über das Training mit der BG.

„Basketball gehört eben zum Landkreis Göttingen“, kommentierte das Schulleiterin Daniela Murra. Auch, weil ihr zufolge einige Lehrer an der Grundschule in Obernfeld „jedes Heimspiel“ der BG besuchen, soll das Thema weiter auf dem Lehrplan stehen. Zumal in Göttingen auch Highlights wie der gemeinsame Besuch eines Bundesligaspiels möglich seien. Dies steht den Obernfelder Schülern am kommenden Sonnabend bevor.

Von Christoph Höland

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