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Gieboldehausen Gieboldehausen soll mehr an Tierschutz zahlen
Die Region Gieboldehausen Gieboldehausen soll mehr an Tierschutz zahlen
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00:18 17.04.2018
Magdalena Henkel, die ihren Bundesfreiwilligendienst im Duderstädter Tierheim absolviert, mit Käthe. Quelle: Niklas Richter
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Gieboldehausen

Der Tierschutzverein hatte die Verdoppelung der Entschädigung rückwirkend zum Jahresbeginn beantragt und mit einer „drastischen Erhöhung“ der Kosten begründet. Vorgelegte Zahlen für 2015 und 2016 hätten ein Defizit in Höhe von etwa 40000 Euro bestätigt, heißt es in der Beschlussvorlage. Lasse sich ein Ausgleich dieses Defizits mittels Zuschusserhöhungen „durch die Stadt Duderstadt, die Gemeinde Sonnenstein und die Samtgemeinde Gieboldehausen nicht erreichen, wird es wohl zwangsläufig zu einer Schließung des Tierheims in Duderstadt kommen“. Der Verein habe bereits „alle möglichen Schritte zur Verbesserung der finanziellen Situation des Tierschutzvereins unternommen“.

Verwaltung informiert sich über finanzielle Situation des Tierheims

Die Verwaltung habe sich intensiv über Ausgaben, Einnahmen und Spenden informiert und einen guten Überblick über die Verwendung des Geldes erhalten, erklärte Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU). Er erinnerte daran, dass die Verwaltung verpflichtet sei, Fundtiere aufzunehmen und sich darum zu kümmern. Der Tierschutzverein erspare der Samtgemeinde immense Arbeit, weil sie gar nicht die Möglichkeit habe, die Tiere in irgendeiner Form unterzubringen. Das Geld sei „gut aufgehoben“ im Bereich des Tierschutzes, der Verein leiste „richtig gute Arbeit“, betonte Ahrenhold, der aus Verwaltungssicht für die Unterstützung des Antrages plädierte.

Die Anlage des Tierschutzvereins sei „1A top in Schuss“, sagte Thomas Ehbrecht (CDU). Ehrenamtliche Arbeit habe dort einen hohen Stellenwert. Der Verein sei eine „ganz wichtige Einrichtung“. Es wäre fatal, wenn es dazu kommen würde, dass sie sich finanziell nicht mehr halten könnte und für die Samtgemeinde mit „noch viel höheren Kosten verbunden, wenn wir uns ganz neu ausrichten müssten“. Die Erhöhung sei ein „richtiger Schluck“, aber der Tierschutzgedanke sollte an erster Stelle stehen.

„Die knapp 14000 Euro sind absolut richtig investiert“, meinte Reiner Deeg (Grüne). „Das sollte uns das Tierwohl mindestens wert sein.“ Alternativen habe die Samtgemeinde auch gar nicht. Es wäre „Irrsinn“, wenn die Samtgemeinde selber eine Fundtierstelle betreiben würde.

Unterstützung auch für Interessengemeinschaft Wildvogelhilfe

Der Ausschuss empfahl auch einstimmig, der Interessengemeinschaft Wildvogelhilfe Südniedersachsen in Hilkerode einmalig einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro zu gewähren. Ein sehr „kostenintensives Projekt“ sei dort derzeit der Bau einer großen Volierenanlage, für den die Planung und Vorbereitung laufe und die Baugenehmigung vorliege. Die Gesamtkosten würden nach aktuellen Schätzungen rund 40000 Euro betragen. „Ich würde mir wünschen, dass auch eine Stadt Duderstadt hoffentlich in dieses Boot mit hineinsteigt und sich auch projektbezogen mit einer guten Bezuschussung beteiligt“, betonte Ehbrecht.

Von Axel Artmann

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