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Gieboldehausen Ausschussmitglieder gegen Kreisel
Die Region Gieboldehausen Ausschussmitglieder gegen Kreisel
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00:28 09.04.2018
Im Einmündungsbereich der B 247 in die B 27 kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Quelle: Niklas Richter
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Gieboldehausen

„Es wäre wünschenswert, diese Verkehrssituation, die aus meiner Sicht kritisch ist, zu entschärfen“, erklärte Deeg. Der entsprechende Beschlussvorschlag beinhaltete den Auftrag an die Verwaltung, bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Prüfung einer Kreisel-Lösung im Bereich Fabrikweg zu beantragen. Zugleich sollten die Umsetzbarkeit im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans und gleichzeitig mögliche Vor-Finanzierungen für die Planung geprüft werden.

Gefährliche Situation im Einmündungsbereich

Aus Deegs Sicht sei die Situation für alle Verkehrsteilnehmer gefährlicher als in den Einmündungsbereichen der Hahlestraße und der Bahnhofstraße. „Wir haben sehr viel Verkehr, wir haben auch langsam fahrenden Verkehr, Schwerlastverkehr gerade aus Duderstadt und wir haben viel landwirtschaftlichen Verkehr mit Anhängern in diesem Bereich“, konkretisierte er. Nach seinen Worten habe sich in anderen Gemeinden eine Kreisellösung bewährt. „Der Verkehr fließt, was dem Natur- und Umweltschutz entgegen kommt“, aber auch für die Autofahrer sei es eine Entlastung.

Das Einfahren von der B 247 auf die B 27 sei zu Spitzenzeiten „prekär“. „Da kann man eigentlich darauf warten, dass da mal ein schwerer Unfall passiert“, sagte Deeg zuspitzend. Der Platz für einen Kreisel wäre aus seiner Sicht vorhanden, auch der Fabrikweg könne eingebunden und die Situation für Rettungswagen verbessert werden. Ein Kreisel sei nicht zuletzt auch ein „optisches Einfallstor“, ein „positives Willkommen“, das bepflanzt werden könnte.

Bürgermeisterin Maria Bock (CDU) verwies darauf, dass Carina Eberwein von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bei einem Ortstermin im Vorfeld der Sitzung darauf hingewiesen habe, dass es keinerlei Möglichkeiten und Ressourcen für den Bund gebe, den von Deeg gewünschten Kreisel in die Planungen aufzunehmen. Es sei kein Unfallschwerpunkt und es habe keine Auffälligkeiten in diesem Bereich gegeben, hinzu komme eine Vielzahl an Investitionsprojekten.

Kreisel am Ortseingang als Alternative vorgeschlagen

Viel mehr „Sorgen“ als diese Kreuzung bereite ihm die Einmündung aus dem Einkaufs- und Gewerbegebiet in die B 27, wo es auch nachweislich zu Unfällen komme, sagte Heiko Gerhardy (CDU). „Wenn man überhaupt diesen Gedanken Kreisel hat, dann fände ich eine Variante am Ortseingang sinnvoller.“ Dies würde die Ausfahrt aus dem Gewerbegebiet erleichtern und es gebe eine wirkliche „Ortseingangsbremse“, betonte das Ausschussmitglied. Er verwies darauf, dass sich aus seiner Sicht nur wenige Autofahrer in diesem Bereich an die Geschwindigkeitsvorgaben halten. Angelika Rohland (Gemeinsam für Gieboldehausen) gab zu gedenken, dass ein Kreisel auch mit einer „Durchfahrlösung für sehr lange Schwertransporte“ gebaut werden müsste, was sie als „schwierig“ ansehe.

Von Axel Artmann

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