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Gieboldehausen Bedarfsgerechte Befeuerung im Windpark Höherberg
Die Region Gieboldehausen Bedarfsgerechte Befeuerung im Windpark Höherberg
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00:20 07.01.2019
Eine bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung hat der Betreiber der Windräder am Höherberg in Auftrag gegeben. Quelle: Foto: Hinzmann
Gieboldehausen

Für den Windpark Höherberg hat die Uka-Gruppe einen Vertrag für die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung abgeschlossen. Auch der Bauantrag für den Radarturm sei eingereicht, erklärte Unternehmenssprecher Henrik Oliver von Oehsen.

Kauf- und Vollwartungsvertrag

Der Energieparkentwickler Umweltgerechte Kraftanlagen (Uka) habe kurz vor dem Jahresende mit der Quantec Sensors Gesellschaft einen ersten Kauf- und Vollwartungsvertrag für ein System der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung von Windenergieanlagen abgeschlossen, teilte von Oehsen mit. Das BNK Detektionssystem werde im WindparkHöherberg voraussichtlich 2019 zum Einsatz kommen. Das System sorge dafür, dass die Lichter der Anlagen sich nur dann anschalten, wenn sich Flugzeuge über der Region befinden. „Wir haben uns im Dialog mit den Gemeindevertretern für die freiwillige Installation eines Systems zur bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung entschieden, um die Anwohner von Lichtemissionen zu entlasten und für die Akzeptanz der Windenergie vor Ort zu werben“, äußerte sich Uka-Nord-Projektleiterin Sabine Krüper.

In der Dunkelheit soll im Windpark „Höherberg“ eine bedarfsgerechte Befeuerung eingerichtet werden. Quelle: Christina Hinzmann

„Wichtiger Baustein“

Von einem „wichtigen Baustein für einen einwohnergerechten Windpark“ spricht auch Markus Gerhardy, Fraktionsvorsitzender der CDU im Fleckenrat Gieboldehausen. Er betont aber auch, dass die Entscheidung für oder gegen Windkraftanlagen nicht beim Flecken liege, sondern beim Landkreis sowie auf Landes- und Bundesebene. Fairerweise müsse man sagen, dass sich die Uka an allen Stellen als verlässlicher Partner erwiesen habe.

Von Beginn an gefordert

Hubert Hackenfordt, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler – Gemeinsam für Gieboldehausen (FWGfG), erklärte, wenn die Windräder schon dort stehen, freue er sich, dass wenigstens „die Befeuerung eingebaut wird, die wir von Anfang an gefordert hatten“. Er erzählte, als die Freien Wähler gemeinsam mit SPD und Grünen die Mehrheit innehatten, als jede Entscheidung von der bedarfsgerechten Befeuerung abhängig gemacht worden sei.

In der Dunkelheit soll im Windpark „Höherberg“ eine bedarfsgerechte Befeuerung eingerichtet werden. Quelle: Christina Hinzmann

Sieben Windräder in Betrieb

Im WindparkHöherberg“ sind mittlerweile sieben der insgesamt acht Windenergieanlagen fertiggestellt, berichtete von Oehsen. Die erste mit einer Leistung von 3,45 Megawatt und einer Nabenhöhe von 137 Meter sei bereits 2016 in Betrieb genommen worden, die übrigen sechs mit einer Leistung von 3,6 Megawatt und 166 Metern Nabenhöhe ab dem 23. November. Der Termin für die vorletzte Anlage sei am 28. Dezember gewesen. „Die achte Windenergieanlage wollen wir im Frühjahr in Betrieb nehmen“, erklärte der Unternehmenssprecher.

Überwachung des Luftraums

Für die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung müsse noch ein Turm mit Radarsystem zur Überwachung des Luftraums installiert werden, erläuterte von Oehsen. Der Bauantrag für den Radarturm sei bereits eingereicht. Damit sei das Projekt im Zeitplan. Die vollständige Inbetriebnahme und Anerkennung durch die Deutsche Flugsicherung erwarte das Unternehmen im zweiten Halbjahr 2019. Das Aktivradar habe einen Wirkradius von elf Kilometern. Perspektivisch sei daher auch eine Einbindung des nahegelegenen Folgeprojekts „Pinnekenberg“ in das Überwachungssystem angedacht.

In der Dunkelheit soll im Windpark „Höherberg“ eine bedarfsgerechte Befeuerung eingerichtet werden. Quelle: Christina Hinzmann

Genehmigungsverfahren läuft

„Im benachbarten Pinnekenberg befinden sich sechs Anlagen im Genehmigungsverfahren“, so von Oehsen. Im Sommer habe es seitens der Uka eine Umplanung von Vestas-Anlagen auf Nordex-Anlagen gegeben. Das Genehmigungsverfahren laufe noch. Dabei werde es auch noch eine öffentliche Auslage geben. „Die Gemeinde ist gespannt, wie sich der Landkreis positioniert“, sagte Gerhardy. Man müsse sehen, wie der Landkreis die Einwendungen bewerten werde, erklärte Hackenfordt. „Wir bereiten uns auf das öffentliche Verfahren vor.“

Von Rüdiger Franke

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