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Gieboldehausen Kiebitz vermehrt einzeln anzutreffen
Die Region Gieboldehausen Kiebitz vermehrt einzeln anzutreffen
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00:29 25.03.2018
Kiebitz im Garten von Franz-Josef Lange in Rüdershausen Quelle: R (Franz-Josef Lange)
Rüdershausen

Frühlingshaftes Wetter haben die aus den wärmeren Ländern zurückkehrenden Zugvögel nicht mitgebracht. „Die Kälte ist wohl nicht das Problem, das die Rückkehrer hier augenblicklich erleben“, berichtet Lange. Wichtig sei das zum Leben notwendige Futter, vor allem für die Weichtierfresser. „Die meisten Vögel kommen irgendwie damit zurecht, sonst würden wir sie ja nicht sehen“, so der Regionalbeauftragte weiter.

Seit Februar kommen die Zugvögel nach Angaben von Lange nach und nach aus den Winterquartieren zurück oder ziehen durch in nördlichere Gefilden. „Natürlich sind es die großen Vögel, die uns sofort auffallen“, sagt Lange und nennt als Beispiele die laut rufenden Kraniche am Himmel, den Roten Milan mit seinen majestätischen Gleitflügen und den Weißstorch, der seinen alten Horst besetzt. Darüber hinaus gebe es aber auch viele Schwarmzieher wie Drosseln und Stare, die über Land ziehen. Aber auch die Teilzieher wie Buchfink, Heckenbraunelle und das Rotkehlchen seien besonders an den Futterhäusern zu beobachten. „Und wer genauer hinsieht hat auch schon die Bachstelze gesehen und die Feldlerche aufsteigen und singen gehört.“

Kiebitz bei den Kleingärten in Rüdershausen Quelle: R (Franz-Josef Lange)

Etwas zaghaft entwickelt sich die Natur durch den neuerlichen Wintereinbruch. „Eine Auffälligkeit bei meinen Beobachtungen in diesem Jahr möchte ich hier hervorheben“, teilt Lange mit. Denn seit einigen Tagen falle der Kiebitz besonders auf. Es sei ein Vogel, der immer seltener werde. Früher sei der Kiebitz in großen Scharen aufgetreten und habe durch seinen torkelnden Flug und seinen Schrei auf sich aufmerksam gemacht. In diesem Jahr bemerke er auffallend viele Einzeltiere und Pärchen, „die sich besonders auf die Grünflächen unserer Vorgärten wagen, weil sie dort ganz offensichtlich Futter finden.“ Gesehen habe er sie im Vorbeifahren in Gieboldehausen, Hattorf, Wollershausen und Rüdershausen.

Stark gefährdet

War der Kiebitz bis vor einigen Jahrzehnten noch in großer Zahl auf den heimischen Wiesen anzutreffen, zählt er mittlerweile zu den stark gefährdeten Arten. Der Vogel des Jahres 1996 wird in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands in Kategorie zwei geführt. Der Kiebitz ist nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschlands (Nabu) etwa taubengroß (28 bis 32 Zentimeter). Durch den Kontrast zwischen schwarzer Oberseite mit grünlich schimmerndem Metallglanz und weißer Unterseite mit schwarzem Brustband sowie seiner abstehenden Federholle am Hinterkopf sei er unverkennbar.

„Ich beobachtete sogar auf meinem Grundstück einen einzelnen Kiebitz gegen Abend, wie er mit viel Erfolg große Regenwürmer aus dem Boden zog und dass rund eine halbe Stunde lang“, berichtet Lange. Diese Form der Futteraufnahme als Einzeltier in unmittelbarer Nähe menschlicher Behausungen sei für ihn neu und daher besonders erwähnenswert. „Mehrfach hatten mich am Wochenende Leute angerufen, und nach diesem auffälligen Vogel gefragt, der da in ihrem Garten oder beim Nachbarn auf dem Rasen umherlief.

Franz-Josef Lange wird auch in diesem Jahr Vogelstimmwanderungen anbieten. Die Termine stehen noch nicht fest.

Von Rüdiger Franke

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