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Gieboldehausen Das Wollbrandshäuser Königshaus heißt Rudolph
Die Region Gieboldehausen Das Wollbrandshäuser Königshaus heißt Rudolph
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12:32 27.05.2018
Vereinsfoto zum 40. Bestehen des Geselligen Schützenvereins von 1978 Wollbrandshausen. Jasmin Gleitze fotografiert die Vereinsmitglieder. Quelle: Niklas Richter
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Wollbrandshausen

Wollbrandshausen hat seit Sonnabend eine neue Königsfamilie: Oliver Rudolph ist Schützenkönig, seine Mutter, Lisa Rudolph, ist Königin und der Vater, Heribert Rudolph, ist Silberkönig. Der Gesellige Schützenverein Wollbrandshausen feierte am Wochenende sein 40-jähriges Bestehen.

Familie Rudolph schon lange erfolgreich

„Wir haben das Triple geholt“, sagt Lisa Rudolph. Sie sei schon das neunte Mal Schützenkönigin. Das erste Mal sei sie 1987 geehrt worden, ab dem Jahr 2000 dann immer öfter. „Da bin ich besser geworden.“ Sie und ihr Mann sind schon lange im Verein. Der Sohn Oliver Rudolph schieße schon seit der Jugend, doch so oft trainiere die Familie gar nicht. „Vielleicht liegt es uns im Blut“, sagt Rudolph. Die Rudolphs wohnen an der Hauptstraße am Ortsausgang in Richtung Gieboldehausen. Das blaue Tor am Hof des gelben Hauses ist voller Ehrenscheiben. „Da ist schon gar kein Platz mehr“, erklärt Lisa Rudolph.

„Viele Einwohner sind im Verein, und die Veranstaltungen sind immer gut besucht“ sagt Daniel Kopp, Vorsitzender des Geselligen Schützenvereins Wollbrandshausens. Schon das Vergleichsschießen der Vereine am Freitagabend habe viele Leute angezogen. „Das ist ein Mannschaftsschießen“, erläutert Kopp. „Jeder Verein stellt vier Schützen. Zwölf Mannschaften haben teilgenommen.“ Bei der Königsproklamation am Sonnabend treffen sich etwa 50 Teilnehmer, die anschließend die Könige nach Hause bringen. Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Ebergötzen spielt als die Könige nach Hause gebracht werden.

Ein voller Saal beim Königsball

Beim Königsball am Sonnabend Abend ist der Saal des Dorfgemeinschaftshauses voll. Die meisten der jungen Leute stehen hinten an der Theke. An den Tischen und Bänken wird geklatscht und geschunkelt. Manche stehen auf und singen zu Helene Fischer und zu Stereoact. Den Bass der Band „91 Grad“ spürt man im Parkett. Das Repertoire reicht von Schlager und Pop bis zu Rockmusik. Vor der Bühne wird getanzt. „Die Band spielt mindesten bis 2 Uhr morgens“ erklärt Kopp.

Schießen mit dem Laser-Gewehr

Der Schützenverein trage das Wort „gesellig“ im Namen, weil es den Schützen hier nicht vorrangig um sportliche Leistung gehe, sondern um das Miteinander. „Wer neu in Wollbrandshausen ist und in den Verein kommt, der ist gleich gut integriert. Das ist uns wichtig“, sagt Joachim Rudolph. Die meisten Schützen lernten das Schießen mit dem Luftgewehr. „Jeden Freitag Abend kann unten im Schießstand trainiert werden“, sagt Kopp. Ein bisschen Glück spiele sicherlich auch eine Rolle beim Schießen auf die Königsscheibe. Doch die Schützen müssten schon Talent mitbringen. Schon im Alter von sechs Jahren könnte der Nachwuchs mit dem Training anfangen. Die Kinder bekämen aber keine Munition: „Die schießen mit dem Laser-Gewehr“, erklärt Rudolph. Ein Sensor an der Schießscheibe messe den Lichtpunkt.

Gesangverein vor Lotto 1

Dem neuen Königshaus in Wollbrandshausen gehören außer den Rudolphs folgende neue Mitglieder an: Volkskönigin wurde Regina Sticher, Alfred Brasche ging als Ratskönig aus dem Wettbewerb. Maike Rudolph ist die neue Schülerkönigin im Ort. Beim Vergleichsschießen der Vereine setzte sich der Männergesangsverein (MGV) St. Joseph vor der Gruppe Lotto 1 durch. Die Freiwillige Feuerwehr kam auf den dritten Platz. Bester Einzelschütze wurde Dieter Sticher. Joachim Rudolph hat den Wanderpokal „Heinrich K.P.“ gewonnen.

Von Julian Habermann

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