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Gieboldehausen Handy am Steuer: Immer mehr Verstöße im Stadtgebiet
Die Region Gieboldehausen Handy am Steuer: Immer mehr Verstöße im Stadtgebiet
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00:21 15.02.2019
Bei der Großkontrolle der Polizei geht es nicht immer nur um Geschwindigkeitsverstöße – manchmal schließt sich auch gleich eine „allgemeine Verkehrskontrolle“ an. Quelle: Foto: Hinzmann
Duderstadt / Gieboldehausen

137 Verstöße hat das Polizeikommissariat Duderstadt am Dienstag bei Kontrollen im Stadtgebiet Duderstadt und an der Bundesstraße 27 im Bereich der Samtgemeinde Gieboldehausen festgestellt. Auffällig: Im Vergleich zu den vorangegangenen Aktionstagen ist die Zahl der Handyverstöße deutlich angestiegen.

Unterstützung durch den Landkreis

„Insgesamt haben wir in etwa sieben Stunden 109 Geschwindigkeitsüberschreitungen, 24 Handyverstöße und vier Gurtverstöße registriert“, berichtet Polizeioberkommissar Michael Lohrengel. Insgesamt seien acht Beamte aus dem Polizeikommissariat Duderstadt im Einsatz gewesen; Unterstützung hätten sie von drei Mitarbeitern des Landkreises Göttingen erhalten – und zwar im Bereich der Geschwindigkeitsübertretungen. Wurden diese festgestellt, kamen zum Teil direkt die Beamten ins Spiel: „Wir haben einige direkt rausgezogen und über ihr Fehlverhalten informiert“, so Lohrengel. Der „erzieherische Faktor“ sei so wesentlich größer, als wenn erst Wochen später ein Brief ins Haus flattere.

Diesmal keine Fahrverbote

Tempo-Übertretungen, die zu Fahrverboten führen würden, habe es diesmal nicht gegeben, bilanziert der Polizeioberkommissar. Der schnellste Verkehrsteilnehmer sei in einer 70er-Zone mit 91 km/h gemessen worden.

Zu faul für Freisprecheinrichtung

Bei den Kontrollen in Westerode, an der Bundesstraße 247 im Bereich der Ortsumgehung Duderstadt und auch an der B 27 im Bereich Gieboldehausen seien diesmal allerdings vergleichsweise viele Verkehrsteilnehmer dabei erwischt worden, wie sie während der Fahrt ein Smartphone oder Tablet in der Hand hielten. „Hier gehen wir dann natürlich auch direkt ins Gespräch mit den Fahrern und versuchen ihnen klar zu machen, dass schon ein kurzer Blick auf das Display einen langen Blindflug zur Folge hat“, sagt Lohrengel.

Leider würden Handyverstöße heute vielfach immer noch als Kavaliersdelikt angesehen – doch das seien sie ganz und gar nicht. „Es ist den Menschen durchaus bewusst, dass das, was sie tun, gefährlich ist“, weiß der Polizist. Umso erstaunlicher wirken die Ausreden, die Lohrengel und seine Kollegen zu hören bekommen. „Manche geben sogar an, dass sie eine Freisprecheinrichtung im Auto haben, dass sie aber zu faul waren, diese mit dem Handy zu verbinden“, berichtet der Kommissar. Immerhin: „90 Prozent sind einsichtig, wenn wir mit ihnen reden.“

Zahl der Gurtverstöße zurückgegangen

Das Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“ habe bei der Aktion neben den Geschwindigkeitskontrollen im Fokus gestanden. Bei vergleichbaren Aktionen im November 2018 und Januar 2019 waren – relativ wie absolut betrachtet – sehr viel weniger Handyverstöße registriert worden. Im November waren es neun von insgesamt 402 Verstößen, im Januar sogar nur drei von insgesamt 188. Eine Erklärung für diese Entwicklung hat Lohrengel nicht.

Dafür ist die Anzahl der Gurtverstöße zurückgegangen: „Aber auch hier setzen wir weiterhin auf Prävention und Gespräche mit den Verkehrsteilnehmern“, so Lohrengel. Ihnen werde erklärt, dass schon Unfälle mit sehr geringen Geschwindigkeiten zu schwersten Verletzungen führen können, wenn jemand nicht angeschnallt ist.

Keinen einzigen Verstoß mussten die Beamten diesmal hinsichtlich des möglichen Konsums von Alkohol oder Drogen erfassen.

Fotos von der Verkehrsaktion am 12. Februar im Bereich des Polizeikommissariats Duderstadt.

Insgesamt bewertet Lohrengel die Aktion zur Bekämpfung von Unfallursachen als Erfolg – und kündigt direkt weitere an. In den Sommermonaten sollen dann aber jeweils einzelne Aspekte im Fokus stehen. Dann werden sich die Beamten also zum Beispiel ausschließlich auf Geschwindigkeitsüberschreitungen konzentrieren – oder auch mal ausschließlich auf Handyverstöße.

Von Markus Riese

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