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Gieboldehausen Kommunikation und Mobilität in Dörfern verbessern
Die Region Gieboldehausen Kommunikation und Mobilität in Dörfern verbessern
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21:25 26.10.2018
Rund 100 Teilnehmer haben sich bei der Veranstaltung „Dörfer im Dialog“ mit der Entwicklung von Dörfern auseinandergesetzt. Quelle: Rüdiger Franke
Gieboldehausen

Zu einem Treffen der Dörfer unter dem Motto „Dörfer im Dialog“ sind 100 Teilnehmer aus dem gesamten Landkreis Göttingen nach Gieboldehausen angereist. „Es hat sich gelohnt, nach fünf Jahren den Faden wieder aufzunehmen“, sagte Kreisrätin Christel Wemheuer (Grüne).

In acht Workshops erarbeiteten die Teilnehmer in den Räumen der KGS Gieboldehausen Themenschwerpunkte. Es finde kaum Kommunikation zwischen unterschiedlichen Gruppierungen statt, berichtete Jascha Jennrich von der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) aus ihrer Gruppe. Ob alt und jung, Altdorf und Neubaugebiet oder Feuerwehr und Handballer – Kommunikation finde nur in der jeweiligen Gruppe statt. Deswegen sei es wichtig Kanäle und Medien zu finden, um mehr Leute zu erreichen.

Treffpunkte schaffen

In der zweiten Gruppe wurden dörfliche Treffpunkte thematisiert. Während es in manchen Orten keine Treffpunkte mehr gebe, würden die vorhandenen in anderen Dörfern nicht genutzt. Eine Möglichkeit könne sein, ehrenamtliche Treffpunkte zu schaffen.

Das Dorf gelte oft als Provinz, vor allem im kulturellen Sinn, kommentierte Leader-Regionalmanager Helmut Berndt die Ergebnisse der mit der Dorfkultur beschäftigten Gruppe. Das Gegenteil sei aber der Fall, wenn man sehe, welche hochkarätigen Veranstaltungen mittlerweile auf den Dörfern angeboten werden. Diese könnte vor allem auch als Werbung für Leute von außen dienen.

„Das Pferd als neue Milchkuh?“ lautete die thematische Überschrift der vierten Gruppe. Die Nachnutzung leerstehender Höfe sei zwar gewünscht, doch gebe es auch Konfliktpotenzial, fasste Tanja Klein vom Büro KoKo die Ergebnisse zusammen.

Neue Strukturen

Alt werden und jung sein im Dorf. In beiden Fällen stand außer der Kommunikation vor allem die Mobilität im Vordergrund, „wenn man, um 15 Kilometer weiterzukommen, 1,5 Stunden im Bus sitzt und das ganze auch noch teuer ist“, wie Hartmut Wolter erklärte. Für Jugendliche müssten vor allem neue Strukturen geschaffen werden, wie Katja Neumann erklärte.

In den Dörfern fehle Entscheidungskompetenz, monierte Berndt. Manche Dörfer seien nicht mal mehr im Gemeinderat vertreten. Man müsse neue Gemeinschaftsformen finden, miteinander sprechen und Kultur schaffen, fasste Ulrich Harteisen von der HAWK den Abend zusammen. Es habe nicht nur Ideen gegeben, sondern auch den Willen etwas zu schaffen. „Man kann entweder den Untergang beschreiben oder sich nach vorn bewegen“, sagte Harteisen. Die vielen guten Ideen würden aber Mut machen.

Netzwerke finden

Durch den Abend würden sich sicher neue Netzwerke bilden, zeigte sich Wemheuer zuversichtlich. Die Demografiebeauftragte des Landkreises, Regina Meyer, verwies auf eine Liste mit Ansprechpartnern, die an diesem Abend verteilt wurde. Damit wollen wir die Ehrenamtlichen mit den Profis zusammenbringen. Der Gewinn des Abends sei, dass sich Teilnehmer landkreisweit und spartenübergreifend miteinander unterhalten haben. „Wir werden nicht noch einmal fünf Jahre vergehen lassen“, versprach Wemheuer eine Fortsetzung des Dialogs.

Von Rüdiger Franke

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