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Gieboldehausen Anwohner in Rhumspringe erwarten mehr Verkehr und Lärm
Die Region Gieboldehausen Anwohner in Rhumspringe erwarten mehr Verkehr und Lärm
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08:00 23.07.2018
Anwohner kritisieren geplanten Standort der Kindertagesstätte auf der Wiese hinter der Grundschule. Quelle: Rüdiger Franke
Rhumspringe

Als Reaktion auf die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans Nummer 17 „Grundschule“ schreibt ein Anwohner, dass ein von ihm zitierter Auszug aus der Begründung für die Bebauung nicht zutreffend sei. Dort heiße es, „ein höheres Maß an Unruhe ist in diesem Bereich bereits gegeben, da hier schon eine Grundschule besteht. Allerdings ist diese Unruhe auf verhältnismäßig kurze Zeiträume beschränkt ...“

Verkehrsaufkommen „sehr belastend“

Das Verkehrsaufkommen in dem Bereich sei nach Angaben des Anwohners bereits jetzt schon „sehr belastend“. Er verweist auf „die enorme Anzahl und das Parkverhalten der Eltern“, die ihre Kinder zur Schule, zum Sport, Training und anderen Veranstaltungen bringen und abholen. Hinzu kämen Sportveranstaltungen wie Tischtennistraining und Punktspiele, Kursangebote des Sportvereins sowie Übungsabende vom Harzklub, Fanfarenzug und der Old Man Group. Zusätzlich gebe es den erweiterten Busverkehr der Linie nach Pöhlde / Herzberg und das geplante Neubaugebiet „Südlich der Schule“, dessen Einfahrt ebenfalls im Bereich gegenüber der geplanten Kindertagesstätte angesiedelt werde.

Parkende Autos

Bei einer zusätzlichen Kindertagesstätte erwartet der Anwohner rund 100 Kinder, die zur selben Zeit gebracht und abgeholt werden wie die Schulkinder, wobei deren Eltern für mindestens zehn Minuten in diesem Bereich parken werden. Wegen parkender Autos können aber die Busse nach den Beobachtungen des Anwohners bereits jetzt kaum zur Bushaltestelle vordringen.

35 Busse

An Schultagen wenden nach Fahrplan 35 Busse auf dem Buswendeplatz, merkt ein weiterer Anwohner an. Der erste Bus wende gegen 5.45 Uhr, der letzte an Schultagen gegen 19.30 Uhr, sonnabends gegen 15.30 Uhr. Insgesamt erwarte er durch das erhöhte Verkehrsaufkommen auch eine gesundheitliche Gefährdung Lärm- und Feinstaubbetastung. Er schätzt das Verkehrsaufkommen an Autos, die den Buswendeplatz nutzen werden, an Schultagen auf 70 bis 80. Durch einen Kindergarten werde sich die Anzahl um etwa 160 weitere Fahrzeuge erhöhen, glaubt er. Das werde ebenfalls zu einem erheblichen Such- und Wendeverkehr im Bereich des Wendeplatzes führen.

600 bis 700 Fahrzeuge täglich erwartet

In seiner Einwendung bemängelt der zweite Anwohner auch das Fehlen einer weiteren Bushaltestelle, da öfter zwei Busse zeitgleich an der aktuell vorhandenen stünden – „häufig mit laufendem Motor“. Das hohe Verkehrsaufkommen durch Schule und Kindergarten werde darüber hinaus durch den Verkehr aus den Baugebieten Holunderweg und Schlehdorn sowie dem zukünftigen Baugebiet „Südlich der Schule“ um geschätzte 350 Fahrzeuge erhöht. Auch sei in dem Bereich der saisonabhängige landwirtschaftliche Verkehr zu berücksichtigen. Insgesamt erwartet er ein tägliches Verkehrsaufkommen von 600 bis 700 Fahrzeugen, das für einen so sensiblen Bereich vor einer Grundschule und einer Kindertagesstätte zu hoch sei.

Immissionsgutachten

Die Mitglieder des Bauausschusses im Rat der Gemeinde Rhumspringe stimmten für eine entsprechende immissionsschutzrechtliche beziehungsweise -technische gutachterliche Stellungnahme sowie dafür, eine verkehrstechnische Begutachtung einzuholen. Der Landkreis Göttingen hatte dazu angemerkt, dass die Konfliktbewältigung bereits im Aufstellungsverfahren und nicht erst im Baugenehmigungsverfahren erfolgen sollte. Am Donnerstag, 26. Juli, steht der Beschluss zum Gutachten auf der Tagesordnung der Sitzung des Rates Rhumspringe ab 19 Uhr im Gemeindebüro, Schulstraße 2.

Von Rüdiger Franke

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