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Gieboldehausen Eschensterben an der Rhumequelle
Die Region Gieboldehausen Eschensterben an der Rhumequelle
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00:16 26.09.2017
Andreas Rademacher, Franz Jacobi und Arno Ohnesorge (v.l.) informieren über das Eschensterben an der Rhumequelle. Quelle: Bänsch
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Rhumspringe

Einem Mitarbeiter der Gemeinde sei bei einer routinemäßigen Baumkontrolle aufgefallen, dass in einigen Bäumen trockene, offensichtlich absterbende Äste hingen, berichtet Franz Jacobi, Bürgermeister der Gemeinde Rhumspringe (CDU). Daraufhin habe er Kontakt zur Andreas Rademacher vom Fachdienst Umwelt des Landkreis Göttingen aufgenommen.

Teile der Krone können abfallen

Während eines Vor-Ort-Termins habe der Gast sofort bemerkt, dass eine Vielzahl an Bäumen vom Eschentriebsterben betroffen gewesen sei. „Nestartige, büschelartige Stressaustriebe“ seien ein sicheres Indiz dafür gewesen“, erklärt Rademacher. Es bestehe die Gefahr, dass Teile der Krone abfallen.

Eine Fachfirma werde im kommenden Monat voraussichtlich innerhalb einer Woche die Arbeiten ausführen, kündigt Jacobi an und verweist daraufhin, dass die Gemeinde aufgrund eines Ende der 1990er-Jahre mit der früheren Harzer Papierfabrik geschlossenen Vertrages für das Areal „verkehrssicherungspflichtig“ sei. Noch während des Termins mit dem Repräsentanten des Landkreises sei die Entscheidung gefallen, die Bäume fällen zu lassen. Die Natur werde die Lücke schließen, wie sie es möchte, sagt er.

Optische Veränderungen werde es nicht nur durch das Fällen der Bäume geben. So sollen die seit zwei Jahren aus Sicherheitsgründen gesperrte und 1998 maßgeblich mit Mitteln der Heinz-Sielmann-Stiftung errichtete Aussichtsplattform auf der Nordseite der Rhumequelle sowie Stege und Geländer an der Rhumequelle erneuert werden, erläutert Lutz Peters, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Rhumequelle und Herzberger Bürgermeister (CDU). Das rund 54000 Euro teure Vorhaben werde mit 40000 Euro aus dem Programm „Leader“ und einem Eigenanteil von 14000 Euro finanziert.

Außer Mitteln der Gemeinde Rhumspringe handele es sich beim Eigenanteil um finanzielle Unterstützung durch die Sparkassenstiftung Duderstadt, das Unternehmen Harz Energie, die Reddersen-Stiftung des Harzklubs und die Samtgemeinde Gieboldehausen.

Geländer aus beschichtetem Aluminium

Die Geländer sollen aus beschichtetem Aluminium gestaltet werden. Er sei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises sehr dankbar, dass sie der Entscheidung für die Materiallösung zugestimmt habe, berichtet Jacobi. „Wenn es halbwegs dem Landschaftsbild entspricht, können wir damit leben“, erwidert Rademacher. Zum Schutz von Flora und Fauna sollen die Arbeiten möglichst im Herbst und Winter ausgerichtet werden, betont Jacobi.

In Deutschland ist die Krankheit erstmals im Jahr 2008 beobachtet worden, in Polen und im Baltikum gab es Fälle bereits seit Anfang der 1990er-Jahre. Der auslösende Pilz konnte aber erst 2010 identifiziert werden. Er sei morphologisch nicht von seiner Schwesterart, dem Weißen Stengelbecherchen, zu unterscheiden. Dieser Pilz zersetzt das natürlich abgefallene Eschenlaub im Herbst. Erst ein Gentest enttarnte den schadhaften Verwandten. Bei befallenen Bäume lichte sich zunächst die Krone, erläutert Rademacher. Erst würden Zweige und Blätter sterben, dann der ganze Baum. Zu erkennen sei der Befall auch an einer Schwarzfärbung der Triebe.

Von Axel Artmann

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