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Gieboldehausen Ferienprogramm startet mit Reise in die Vergangenheit
Die Region Gieboldehausen Ferienprogramm startet mit Reise in die Vergangenheit
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10:00 31.07.2018
Sandra Kästner mit Teilnehmern beim Steinzeit-Workshop. Quelle: Markus Hartwig
Gieboldehausen

Noch bis zum 8. August läuft es, am Montag stand unter anderem ein Ausflug in die Steinzeit an.

Wie war es, das Leben in der Alt-Steinzeit, der ältesten und längsten Phase der Geschichte der Menschheit? Die Leiterin des Heimatmuseums Duderstadt, Sandra Kästner, hat die am Ferienprogramm teilnehmenden Kinder mit auf eine Reise durch die Zeit genommen. Die Schüler haben ihre Ärmel hochgekrempelt und sich als Archäologen betätigt.

Steinzeit – das bedeutet Werkzeug aus Stein, zum Wild jagen und Sachen behauen. Einige Kinder hatten respektable Vorkenntnisse mitgebracht. Es gab Säbelzahntiger oder auch Wollnashörner damals. „Dinosaurier? Nein. Zu dieser Zeit waren sie schon längst ausgestorben, die haben weit vorher gelebt“, so die Kinder. Dafür gab es Mammuts, erläuterte Sandra Kästner. Das waren Elefanten mit ganz viel Fell.

Freunde am Forschen

Die Kinder hatten nicht nur einiges Wissen im Gepäck. Sie interessierten sich auch für die Keile, die Kästner im Sitzkreis herumgehen ließ. Da gab es die ersten Keile, die nach und nach besser ausgearbeitet wurde, „um sie besser in der Hand halten und für verschiedene Zwecke einsetzen zu können“, bemerkten die Kinder, und hatten sichtlich Freude an ihrer Forschertätigkeit und dem Betrachten und Erspüren der sorgfältig gearbeiteten Klingen aus Stein.

Anhand von kleinen Puppen und einer Zeitleiste erläuterte Sandra Kästner zudem die Evolution des Menschen. Zuerst hatten sie zum Schutz vor Kälte viel Fell. Anschließend wurde die Behaarung spärlicher, man begann, Kleidung gegen die Kälte zu tragen. Über den Neandertaler ging die archäologische Reise schließlich bis hin zum Homo Sapiens Sapiens.

Wer Feuersteine hatte, war reich

Begeisterung kam auf, als der Einsatz von Feuersteinen in den Mittelpunkt rückte. „Wenn man Feuersteine hatte, war man reich“, so die Museumspädagogin. Aber wie bringt man sie zum Funken – die Kinder hatten Ideen: Schlägt man sie aneinander, oder schlägt man den Feuerstein auf Eisen? Funken, klärte Kästner auf, werden erzeugt, wenn Pyrit – oder auch: Katzengold – gegen den Feuerstein geschlagen wird. Dann galt es, das Feuer zu erzeugen und am Brennen zu halten – eine Sache von Geduld und Erfahrung. Hilfreich sei hier der Zunderpilz gewesen.

Fleisch, Früchte, Eier, Insekten, Käfer aber auch Fisch – der eine oder andere junge Teilnehmer hat sich beim Betrachten des Speiseplans an die Mutproben im „Dschungelcamp“ erinnert. „Morgen gibt es Steinzeitfrühstück“ – Kästners Aufforderung, einmal die Nahrung unserer Vorfahren kennen zu lernen und Trinkwasser in Blasen oder Tierhäuten zu transportieren, stieß nicht wirklich auf Gegenliebe.

Geschichte mit praktischen Anteilen

Als es schließlich darum ging, sich mit eigenen Händen an Feuerstellen zu betätigen, kleine Ausgrabungen durchzuführen und Getreide mit Stein zu bearbeiten, waren die Kinder kaum zu halten. „Mit unseren Angeboten möchten wir Geschichte mit praktischen Anteilen vermitteln. Da die Altsteinzeit in den meisten Museen behandelt würde, eigne sich das Thema sehr gut für die Ferienpass-Aktion.

Unter www.ferienprogramm-eichsfeld.de sind die Angebote bis zum 8. August einzusehen.

Von Markus Hartwig

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