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Gieboldehausen 100 Jahre Katholischer Frauenbund Gieboldehausen
Die Region Gieboldehausen 100 Jahre Katholischer Frauenbund Gieboldehausen
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16:00 22.05.2017
Von Kuno Mahnkopf
Quelle: Mahnkopf
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Gieboldehausen

Als der Gieboldehäuser Zweigverein des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) im dritten Jahr des ersten Weltkriegs gegründet wurde, durften Frauen noch nicht einmal wählen. Seitdem haben sich Frauenbild, Gesellschaft und Aufgaben des KDFB rasant gewandelt, geblieben ist das christliche Fundament. Das unterscheide  den Frauenbund, der ein starkes Stück Kirche vor Ort sei,  von anderen Vereinen, sagte Pfarrer Matthias Kaminski in der St.-Laurentius-Kirche. „Wo sie gebraucht wurden, waren die Frauen zur Stelle – und das ist keine Selbstverständlichkeit.“ Der Frauenbund solle sich weiter positionieren, Hoffnung vermitteln, Gesicht zeigen. Das könne auch sehr unangenehm sein, die Gemeinschaft mache aber stark dafür:„Bleibt dem Leben zugewandt trotz vieler Todeszeichen in unserer Gesellschaft, in der Menschen immer mehr zu Zuschauern werden“.

Bundesweit 200 000 Mitglieder

In ihrer Festrede im Pfarrheim erinnerte KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth, die Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium ist, an die Geschichte des 1903 in Köln gegründeten Verbandes mit bundesweit 200 000 Mitgliedern in rund 2000 Zweigvereinen. Das Engagement des KDFB habe unter anderem zur Rentengerechtigkeit für Frauen und Veränderungen im Prostitutionsschutzgesetz beigetragen.  Der Verband sei auch Gender-Vorreiter gewesen und kämpfe trotz Widerständen für die volle Beteiligung von Frauen in der katholischen Kirche, merkte Annettte Burchardt vom Bischöflichen Generalvikariat an. „Werte wie Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit sind hier keine leeren Floskeln“, meinte KDFB-Diözesanvorsitzende Ursula Albrecht. Die Verbandsideen seien vom städtischen Bürgertum auf das Land hinausgetragen worden.

Beitrag zum Miteinander

Zu den vielen Grußworten im Pfarrheim gehörte auch das von Fleckenbürgermeisterin Maria Bock (CDU): „Ihr nehmt uns Aufgaben ab und leistet einen Beitrag zum Miteinander, ohne großes Aufheben davon zu machen“, sagte Bock, die selbst zu den rund 230 Mitgliedern des Gieboldehäuser KDFB zählt. Exemplarisch nannte Bock Seniorenarbeit, Karnevalsfeiern, Fahrten, Vorträge, die aktive Tanzgruppe und den Babytreff. An das Motto „Gemeinsam unterwegs – Neue Wege gehen“, knüpfte die KDFB-Vorsitzende Rita Thiemann an. Wie wichtig der Frauenbund bei Mitgestaltung des Kirchenjahres ist – vom Schmücken des Altars bis zum Osterbrunnen, verdeutlichte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Walburga Fuchs: „Sie sind die Edelsteine von St. Laurentius.“

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