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Gieboldehausen Gebühren für Niederschlagswasser sollen steigen
Die Region Gieboldehausen Gebühren für Niederschlagswasser sollen steigen
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21:35 19.10.2018
Das Mosaik des Samtgemeindewappens am Rathaus in Gieboldehausen Quelle: GOETTINGERTAGEBLATT
Gieboldehausen

Die Kosten für die Beseitigung von Niederschlagswasser sollen in der Samtgemeinde Gieboldehausen sollen steigen. Kämmerer Georg Moneke hat Donnerstag im Rat der Samtgemeinde Gieboldehausen den Haushalt für das Jahr 2019 vorgestellt. Eine Entscheidung werden die Mitglieder des Rates in den Fachausschüssen vorbereiten und im November treffen.

Abschlussbericht

Zunächst stellte Moneke den Abschlussbericht für das Jahr 2017 vor. Dabei nahmen die Ratsmitglieder die über-/außerplanmäßigen Aufwendungen in Höhe von 104 101,06 Euro sowie die über-/außerplanmaßigen Auszahlungen in Höhe von 559 373,84 Euro zur Kenntnis. Der Ergebnishaushalt schließe mit einem ordentlichen Ergebnis von 781 661,71 Euro, einem außerordentlichen Ergebnis von 61,48 Euro und damit einem Jahresergebnis von 781 723,19 Euro ab. Der Überschuss sei der Überschussrücklage zuzuführen, so der Kämmerer.

Nicht kostendeckend

Bei den Betriebskosten hat die Gemeinde nach Angaben in der Präsentation in der Abwasserbeseitigung ein Plus erzielt, bei den Friedhofsgebühren hingegen ein Minus. Die Gebühren im Bestattungswesen seien nicht kostendeckend sein, erklärte der Kämmerer, sonst müssten deutlich höhere Gebühren genommen werden. Er führte mehrere Beispiele für Rechensätze an, unter anderem für eine Trauerfeier 480 statt 188 Euro, für die Bestattung im Reihengrab 1304 statt 552 Euro.

Gebührenerhöhung vorgeschlagen

Als Gebühren in der Abwasserbeseitigung schlug die Verwaltung beim Schmutzwasser eine Beibehaltung der Grundgebühr zusätzlich zur Mengengebühr vor. Die Grundgebühr decke einen Teil der Fixkosten. Sowohl Grundgebühr als auch Mengengebühr sollen auf dem Stand des Vorjahres bleiben. Steigen sollen hingegen die Gebühren für die Beseitigung des Niederschlagswassers. Kostete dies bislang 28 Cent je Quadratmeter versiegelter Fläche, so sieht der Entscheidungsvorschlag der Verwaltung zukünftig 38 Cent je Quadratmeter versiegelter Fläche vor. Moneke begründete dies mit der Kostendeckung. Mehrerträge sollen Bestandteil des Haushaltes werden.

Neue Kredite

Die Samtgemeinde werde in den kommenden Jahren aufgrund fehlender Liquidität Kredite aufnehmen müssen. Moneke sprach von rund 1,2 Millionen Euro im Jahr 2019, rund 500 000 Euro in den Jahren 2020 und 2021 sowie rund 150 000 Euro für 2022.

Bevölkerungsentwicklung

Moneke ging auch auf die Bevölkerungsentwicklung in der Samtgemeinde ein. Im Vergleich der Jahre 2007 und 2016 sei bei Rückgang von 4,34 Prozent zu verzeichnen. 2007 sei für das Jahr 2020 ein Rückgang von 3,9 Prozent prognostiziert worden. „Das haben wir schon überschritten“, sagte Moneke. Bei den Drei- bis Sechsjährigen sei der Rückgang bei 28,76 Prozent ebenfalls schon weiter als die prognostizierten 24 Prozent. Nur der Zuwachs der Über-75-Jährigen sei mit 41,16 Prozent nicht so stark gestiegen wie die erwarteten 47 Prozent.

Von Rüdiger Franke

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