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Gieboldehausen Helfer bereiten Maifest in Wollershausen vor
Die Region Gieboldehausen Helfer bereiten Maifest in Wollershausen vor
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00:26 02.05.2018
Aufbau des Festzeltes für das Maifest im Gemeindegarten. Quelle: Niklas Richter
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Wollershausen

Etwa 15 Helfer treffen sich am Sonnabend bei den Vorbereitungen. Sie sind im Wollershäuser Sportverein, in der Feuerwehr oder im Karnevalsclub. Mit dem Trecker schleppen sie den Bierwagen herbei. Die Organisatoren, unter ihnen Ortsbürgermeister Ulrich Schakowske (SPD), bauen das Zelt auf und holen den Mai-Baum in den Gemeindegarten. „Wenn genügend Leute zum aufbauen da sind, wird es meist gut“, sagt Schakowske mit Blick auf die Helfer. Ein paar hundert Liter Bier habe die Feuerwehr für das Fest besorgt. „Um 18 Uhr geht es los und dann geht es so lange, bis nichts mehr zu trinken da ist“, sagt Bodo Bornemann vom Sportverein Wollershausen und lacht. Das Einbecker Bockbier werde es dieses Jahr nicht geben. Für die selbstgemachte Mai-Bohle ist die Frau des Bürgermeisters zuständig. Der Waldmeister wird im Wollershäuser Wald gepflückt. Falls es abends kälter wird, ließe sich das Zelt beheizen.

15 Helfer packen mit an, um das Festzelt für das Maifest aufzubauen.

„Wir haben dieses Jahr einen Wettbewerb. Es wird eine Regatta auf dem Linnebach geben“, erklärt Schakowske. Mehr wollte er aber nicht verraten. Die meisten Besucher kämen aus dem Dorf. Früher habe es ein Dorffest im Sommer gegeben, doch das Maifest ziehe mehr Leute an. „Wie so etwas läuft, hängt immer von den Leuten ab, die sich bereit erklären, ehrenamtlich zu arbeiten“, erklärt Schakowske. Zum Beispiel müsse die Arbeitsteilung und die Ablösung am Bierausschank reibungslos laufen, damit die Besucher auch wiederkommen. „Es sieht aber alles ganz gut aus“, sagt der Bürgermeister.

„Eine Möglichkeit, den Zusammenhalt zu stärken“

„Wir brauchen die Leute aus den Vereinen. Wir haben einen Sport- und Kulturausschuss, da besprechen wir das ganze Unterfangen mit den Vereinsvorsitzenden.“ In dem kleinen Ort Wollershausen sei fast jeder in einem Verein. Trotzdem gebe es Nachwuchssorgen. „Es ist schwierig. Viele spielen Fußball. Doch wenn sie heute sehen, wie viele Dörfer manchmal gerade mal so eine Fußballmannschaft vollbekommen – das haben wir noch alles anders erlebt.“ Das Maifest sei eine Möglichkeit, den Zusammenhalt im Dorf zu stärken. Der Bürgermeister Schakowske wünscht sich „dass man sich aufeinander besinnt und wieder etwas gemeinsam macht. Wir bemühen uns sehr und versuchen alle anzusprechen und mit in die Dorfgemeinschaft aufzunehmen.“

Wann und wo?

Das 4. Maifest in Wollershausen ist am Montag, 30. April. Es beginnt um 18.Uhr im Gemeindegarten des Ortes.

Zum Fest würden auch einige derer kommen, die als Flüchtlinge nach Wollershausen gekommen sind, erläuterte Schakowske. Seit 2015 lebten in dem Dorf mit 540 Einwohnern 80 Bürger, die aus dem Ausland stammen. Jetzt seien sie anerkannt. „20 Nationalitäten“, zählt Schakowske. „Tschetschen, Iraner, Iraker, Afrikaner. Ganz verschiedene Mentalitäten – aber das läuft gut“, meint der Bürgermeister. Die Sprachkurse allein reichten nicht aus. Wer Deutsch lernen wolle, der müsste mit anderen Leuten im Dorf in Kontakt kommen. Das Maifest biete dafür eine gute Gelegenheit.

Von Julian Habermann

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