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Gieboldehausen Jugendraum in 2200 Stunden modernisiert
Die Region Gieboldehausen Jugendraum in 2200 Stunden modernisiert
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20:15 17.09.2017
Mitglieder der Krebecker Jugendgruppe modernisieren den Jugendraum. Quelle: Bänsch
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Krebeck

„Der Raum wird liebevoll von uns Wohnzimmer genannt, er hat alles was das jugendliche Herz begehrt“, sagt Erik Otto, der mit seinem Bruder Sven die Arbeiten maßgeblich koordinierte. Nachdem sie vor zwei Jahren einen Durchbruch vom Jugendraum in Richtung Gartenstraße behindertengerecht gestaltet und das angrenzende Areal in einen Aufenthaltsbereich verwandelt hatten, brachten sie nun den Innenbereich optisch und energetisch auf Vordermann.

Ziel: Mit wenig Aufwand viel Energie sparen

2200 Stunden Eigenleistung investierten die Jugendlichen seit November, um ihr Freizeitdomizil zu modernisieren. „Die ganze Elektrik wurde erneuert, die Decke abgehängt und die Dämmung erneuert“, benennt der Krebecker die ersten Schritte. Akustikplatten seien montiert worden, um den Schallschutz zu verbessern. Außerdem wurden die Fenster neu gedämmt. Der Geräuschminderung dient auch ein Limiter. „Sobald die Fenster geöffnet sind, wird die Lautstärke der Musik um 50 Dezibel verringert“, beschreibt der 23-Jährige den Effekt des Gerätes.

Ein wichtiges Anliegen der Jugendlichen war es, Energiekosten zu senken. „Wir wollen mit kleinstem Aufwand möglichst viel Energie sparen“, sagt Niklas Müller. Die Heizungen seien auf elektrische Steuerung umgestellt worden. Sei der Hauptschalter ausgestellt, werde die Temperatur auf 15 Grad heruntergeregelt. Wenn er angestellt sei, werde für eine Temperatur von 22 Grad gesorgt. Bei geöffnetem Fenster fahre die Heizung ebenfalls automatisch herunter. Die Lampen seien komplett auf LED-Technik umgestellt worden. Die Jugendlichen nehmen an einem Klimaschutzprojekt teil, das den Titel „Wir wollen mehr“ trägt. Dabei gehe es darum, die Umwelt zu schonen, Heiz-, Strom- und generell Energiekosten zu sparen.

Das Team erneuerte auch die Toilettenräume und die Küche. Hingucker ist das riesige Graffiti eines professionellen Graffitikünstlers.

17000 Euro fließen in Innenausbau

Die Kosten für den Innenausbau beziffern die Jugendlichen mit rund 17000 Euro. Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln der Gemeinde Krebeck, der Jugendhilfe des Landkreises, Spenden sowie Erlösen der Veranstaltungen, die das Jugendraumteam ausrichte. Dazu zählten Karneval-Discos, Osterfeuer und der St.-Martins-Umzug. Damit seien die Arbeiten und Einrichtungsteile finanziert worden, die über die reine Grundausstattung hinausgehen wie das Graffiti, die Theke und die indirekte Beleuchtung. Aus künftigen Erlösen möchte die Gruppe noch eine Nebelmaschine anschaffen.

In der Spitze hätten sich bis zu 20 Jugendliche an den Arbeiten beteiligt, das Kernteam habe aus sechs Mitgliedern mit teilweise handwerklicher Erfahrung bestanden, berichtet Jannes Dittrich. Außerdem hätten Eltern den Jugendlichen zur Seite gestanden. Für deren Erfahrungen interessieren sich auch Jugendliche aus anderen Orten. Sie würden unter anderem danach fragen, wie Gelder eingeworben werden könnten.

Die Mitglieder der Gruppe möchten künftig einheitlich auftreten. Sie lassen sich T-Shirts, Pullover, Jogginghosen und Caps mit dem Schriftzug des Jugendraums drucken, der für den Zusammenhalt der Jugendlichen eine wichtige Rolle spielt

„Es ist eine gute Möglichkeit, Freunde zu treffen“, sagt Julia Müller. Für andere ist es wichtig, die Freizeit ohne elterliche Aufsicht zu gestalten und Gleichaltrige zu treffen, zu denen der Kontakt nach der Grundschule abgerissen sei.

Das öffentliche Programm am Sonnabend beginnt um 15 Uhr. Es gibt kurze Reden, Jugendliche wollen den Gästen erläutern, wie sie den Umbau gestaltet haben. In Gesprächsrunden soll der Erfahrungsaustausch im Vordergrund stehen. Die Jugendgruppe stellt Essen und Getränke gegen Spenden bereit.

Von Axel Artmann

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