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Gieboldehausen Rüdershausen feiert den Rosenmontag
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00:20 15.02.2018
Prinzessin Julia I. und Prinz Valentin I. sowie das Kinderprinzenpaar Svea I. und Max I beim Umzug in Rüdershausen. Quelle: Niklas Richter
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Rüdershausen

„Rülau, Rülau, Rülau“ schallt es um kurz vor 11 über den Platz der Mehrzweckhalle. Bei Nieselregen sind dort rund 200 Narren versammelt, gerade sind Prinz Valentin Grolig und Prinzessin Julia Friedrich auf ihren Wagen geklettert. Es folgt eine kurze Begrüßung. Und dann -wenig karnevalistisch- ein Geburtstagsständchen für ein Vereinsmitglied.

Die familiäre Atmosphäre gehört in Rüdershausen dazu. Anders als in anderen Orten bleiben die zahllosen Schaulustigen aus, fast ausschließlich Einwohner bewundern den Tross, der knapp drei Stunden lang durch den kleinen Ort zieht.

Umso ernster nehmen die Narren ihre Aufgabe. Unter dem Motto „Herzlich Willkommen im Zirkus Rüdi-Galli“ hatten sich fast alle verkleidet. Und so zogen Einhörner mit Zombies durch den Ort, während Super Mario mit dem Go-Kart den Seifenblasen der Pustefix-Gruppe hinterherjagte. Auch präsent waren in diesem Jahr an indische Bollywood-Filme erinnernde Kostüme und eine ganze Gruppe als Schafe verkleideter Teenager.

Auf große Motto-Wagen verzichten die Rüdershäuser hingegen: Der Wagen mit dem Prinzenpaar führt den Zug an, den Abschluss bildende eine rollende Würstchenbude und ein Kartoffel-Puffer-Wagen. Außerdem gehörten einige wild-dekorierte Bollerwagen zum Umzug – nicht selten mit flüssigem Proviant.

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Bunt verkleidet ziehen die Rüdershäuser Narren am Rosenmontag durch den Ort.

Dementsprechend ausgelassen war die Stimmung: Zu Schlagermusik zog der Tross zeitweise tanzend durch den Ort, fast jeder Schaulustige wurde herzlich begrüßt. Und mit wahlweise Bonbons oder Schnaps beschenkt. Und auch dabei galt: Wer nicht mitmachte, war doch irgendwie involviert. „Schließlich sind unsere Kinder dabei“, begründete eine Anwohnerin ihre Begeisterung für den Umzug.

Sehr zufrieden war auch Joachim Otto, Vorsitzender des Karnevalclubs: Schon am Wochenende sei die Party „ein Fest der Superlative“ gewesen. Ähnlich bewertete er den Rosenmontagsumzug. Besonders wichtig war ihm allerdings, wie reibungslos die Vorbereitungen gelaufen seien: „Wir sind ein saustarkes Team“, sagte er über seine Vereinsmitglieder.

Davon, dass der große Ansturm der Karnevaltouristen in Rüdershausen ausbleibt, lässt sich Otto nicht irritieren: „Wir machen das, weil wir Spaß dran haben“, erklärt er seine Motivation. Die kommt offenbar gut an. Zuletzt habe es zahlreiche Neueintritte beim Rödershäuser Karnevalclub gegeben, berichtet Otto.

Ganz ohne Touristen kam aber auch Rüdershausen nicht aus: Einige Hattorfer staunten nicht schlecht, als der Zug vor ihnen im die Ecke bog. Ihr Urteil: „Ein Toller Karneval für ein so kleines Dorf“.

Von Christoph Höland

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