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Gieboldehausen Kohlenkeller soll Jugenddomizil werden
Die Region Gieboldehausen Kohlenkeller soll Jugenddomizil werden
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00:18 01.02.2018
Der potenzielle Jugendraum kann über einen separaten Zugang auf der Hinterseite der Schule erreicht werden.  Quelle: Art
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Gieboldehausen

Ein leer stehender Kellerraum in der Grundschule Gieboldehausen soll zum Jugendraum werden. Die Mitglieder des zum Samtgemeinderat gehörenden Schulausschusses haben einstimmig dafür votiert, die rund 95 Quadratmeter große Fläche an den Flecken zu vermieten.

„Der Flecken Gieboldehausen hat bei der Samtgemeinde angefragt, ob sie den ehemaligen sogenannten Kohlenkeller der Grundschule als Jugendraum zur Verfügung gestellt bekommen kann“, erläuterte Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU). Grundsätzlich sei der Standort geeignet für einen Jugendraum, es gebe einen separaten Eingang auf der Hinterseite der Schule. Die Investitionskosten gingen zu Lasten des Flecken, sagte Ahrenhold.

Die Verwaltung habe geprüft, ob die Samtgemeinde den Raum selbst benötige, ob er gebraucht werde, falls die Schule eine Ganztagsschule werde. Auch „der Gesichtspunkt der Inklusion“ sei geprüft worden. Ergebnis: Unter den genannten Aspekten werde der Raum nicht benötigt.

Flecken übernimmt die Investitionskosten

„Dass der Flecken Gieboldehausen jetzt wieder einen Jugendraum installieren will, finde ich hervorragend wie wir wahrscheinlich alle“ betonte Stephan Hörschelmann (Grüne). Wenn die Samtgemeinde Räumlichkeiten zur Verfügung stelle, sei sie von der Grundstruktur Eigentümer und verantwortlich für Dinge, die dort passieren, gab das Ausschussmitglied zu bedenken. Es müsse geklärt werden, „ob wir rechtlich im Bereich der Schnittstellen stark genug definiert sind“, sagte Hörschelmann.

„Wir müssen die Chancen sehen, die sich für Jugendliche im Flecken ergeben“, meinte Ausschussvorsitzender Heiko Gerhardy (CDU) und ergänzte: „Man kann das grundsätzlich eigentlich nur unterstützen.“ Wenn es von den Räumlichkeiten passe, sei es „absolut begrüßenswert“, äußerte auch Frank Dittrich (CDU).

„Das Thema Jugendraum beschäftigt den Flecken, die Verwaltung schon länger“, berichtete Verwaltungsvertreterin Karin Wilde. Die Containerlösung, die im Zuge der Haushaltsplanung 2017 besprochen worden sei, „war eigentlich immer nur als zweitbeste Lösung angesehen worden“. Der nun ausgewählte Raum sei auf Zuspruch der Jugendlichen getroffen und auch von der Größe und vom Zuschnitt her geeignet. „Natürlich ist klar, dass der Flecken die Investition tätigen muss“, betonte die Verwaltungsvertreterin. Mittel seien im Haushalt des vergangenen Jahres eingestellt gewesen.

Der Flecken hoffe auch auf Zuschüsse seitens des Landkreises. „Das ist in der Schwebe, aber wir sind zuversichtlich, dass es schon mehr oder weniger in trockenen Tüchern ist“, sagte Wilde.

Details der künftigen Nutzungsregelung müssten über den Mietvertrag geregelt werden. „Das ist immer von Vorteil für beide Seiten und gleichzeitig Verpflichtung für die Jugendlichen, wenn sie wissen, in welche Verpflichtung wir uns begeben für den Vertrag“, betonte Wilde. Abgelehnt wurde der Antrag von Theo Sommer (Unabhängige Wähler), dass die Entscheidung unter dem Vorbehalt der Zustimmung gemeindlicher Gremien im Flecken Gieboldehausen erfolgen solle.

Von Axel Artmann

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